Küssnacht

Polizei schnappt mutmasslichen Einbrecher dank aufmerksamen Anwohnern

An der Küssnachter Bahnhofstrasse ist es in der Nacht zu einem Einbruch gekommen. Nachbarn schlugen Alarm. Kurz darauf klickten die Handschellen.

In der Nacht auf Montag, kurz nach 1 Uhr, hörten mehrere Anwohner der Bahnhofstrasse in Küssnacht verdächtige Geräusche. Sie nahmen unter anderem das Klirren von Glas wahr. Die Kapo Schwyz teilt mit: «Es wurde vermutet, dass möglicherweise eingebrochen wird. Darum verständigten sie umgehend die Polizei.»

Eine sofort ausgerückte Patrouille der Kantonspolizei Schwyz überprüfte die Meldung und stellte bei einem nahe gelegenen Geschäftsbetrieb eine eingeschlagene Scheibe fest. Es bestand der Verdacht, dass sich unbekannte Personen gewaltsam Zutritt zum Geschäft verschafft hatten.

Die Kantonspolizei konnte im Objekt keine Personen mehr feststellen und leitete umgehend eine Fahndung ein. «Dabei wurden auch mehrere Patrouillen der Luzerner Polizei beigezogen», so die Schwyzer Polizei, «wenig später konnte eine verdächtige Person im Oberdorf in Küssnacht gesichtet und angehalten werden.»

Beim Angehaltenen handelt es sich um einen 31-jährigen Schweizer. Er wird dringend verdächtigt, den Einbruchdiebstahl begangen zu haben, und wurde durch die Kantonspolizei Schwyz festgenommen. Die weiteren Ermittlungen sind im Gang. Dabei wird insbesondere abgeklärt, ob der Festgenommene für weitere Straftaten verantwortlich sein könnte.

Bei der Beobachtung eines Einbruchs gilt als oberste Grundregel, dass der eigene Schutz immer vor dem Schutz von Sachwerten steht. Ein Zeuge sollte unter keinen Umständen versuchen, selbst einzugreifen, die Täter zur Rede zu stellen oder ihnen den Fluchtweg zu versperren. Einbrecher stehen unter starkem Stress und können unberechenbar oder gewalttätig reagieren, sobald sie sich in die Enge getrieben fühlen.

Der wichtigste und dringendste Schritt ist der sofortige Griff zum Telefon, um über die Notrufnummer 117 die Polizei zu alarmieren. Je schneller die Meldung eingeht, desto höher ist die Chance, dass Einsatzkräfte die Verdächtigen noch vor Ort oder in der unmittelbaren Umgebung festnehmen können. Es lohnt sich keinesfalls zu warten, bis man sich völlig sicher ist, denn die Polizei rückt bei solchen Verdachtsmomenten lieber einmal zu viel als zu spät aus.

Während des Notrufs sollte man sich an einem sicheren Ort aufhalten, idealerweise im eigenen, abgeschlossenen Haus oder hinter einer Deckung, ohne durch lautes Rufen oder Einschalten von Festbeleuchtung auf sich aufmerksam zu machen. Der Leitstelle sollten zunächst die genaue Adresse des Tatorts, der aktuelle Standort des Beobachters sowie die Tatsache mitgeteilt werden, dass die Tat in diesem Moment stattfindet. Das Gespräch sollte man erst beenden, wenn die Einsatzzentrale dazu auffordert.

Aus sicherer Distanz heraus ist eine genaue Beobachtung die wertvollste Hilfe für die Ermittlungen. Hilfreich sind Details zur Anzahl der beteiligten Personen, zu deren Geschlecht, geschätztem Alter, Körpergrösse und Statur. Auffällige Merkmale wie Kleidung, Farben von Jacken oder Hosen, Mützen, getragene Rucksäcke oder Taschen sowie mitgeführtes Werkzeug sind für die Fahndung entscheidend. Falls Fahrzeuge im Spiel sind, sollten Marke, Modell, Farbe und vor allem das Kontrollschild sowie die Fluchtrichtung notiert oder gemerkt werden. gh

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