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Zeitraffer-Video

Polarlichter locken Hobby-Astronomen auf den Wildspitz

Faszinierende Aufnahmen der Polarlichter von letzter Nacht: Die Lichtershow am Himmel war oben auf dem Wildspitz besonders gut zu sehen. Das wussten auch die Leute vom Fach.
Freitagabend, 22.40 Uhr auf dem Wildspitz: Leute staunen über das Lichterspektakel am Himmel.
Bild: wildspitz.roundshot.com
Instagram-Userin Zoé schickte uns diese Aufnahme aus Schwyz.
Bild: Leserbild

Die 360-Grad-Kamera auf dem Wildspitz fing die Polarlichter in der Zeit zwischen 22 Uhr und 4 Uhr morgens ein. Beobachter erzählen, das Spektakel sei in unseren Breitengraden nur alle paar Jahrzehnte in dieser Deutlichkeit bewundern. Vor allem die grünlichen Lichter sind eigentlich nur im hohen Norden zu sehen.

Unsere Zeitraffer-Aufnahme mit Bildmaterial aus sechs Nachtstunden zeigt auch, dass bis tief in die Nacht Amateur-Astronomen auf dem Wildspitz ausgeharrt haben. Gespannt blicken sie in Richtung Norden, in der Hoffnung auf ein unvergessliches Foto.

Wildspitz-Kamera fängt Polarlichter ein

Doch wie entstehen Polarlichter überhaupt? SRF Meteo liefert die Erklärung: «Bei Sonnenstürmen werden Teilchen von der Sonne weggeschleudert und gelangen als sogenannter Sonnenwind in den Weltraum.» Trifft der Sonnenwind auf die Erde, werden die Teilchen vom Erdmagnetfeld zu den Polen abgelenkt. Die geladenen Teilchen der Sonne regen die Moleküle der Erdatmosphäre an. Diese senden dann farbiges Licht aus, das wir als Polarlicht sehen. Polarlichter heissen im Norden Aurora borealis, im Süden Aurora australis.»

Verantwortlich für die Farbenpracht seien gemäss SRF verschiedene Gasmoleküle: «Unsere Atmosphäre besteht vor allem aus Sauerstoff und Stickstoff. Radikaler Sauerstoff sendet rotes Licht aus, meist in einer Höhe von 200 Kilometern. Weiter unten in der Atmosphäre, auf etwa 100 Kilometer Höhe, treffen die angeregten Sauerstoffmoleküle vermehrt auf andere Teilchen: Das Licht wird grün.»

Die Schweiz liegt auf einer geografischen Breite von etwa 47 Grad nördlich, weit entfernt von den Polarregionen, wo Polarlichter am häufigsten auftreten (in der Regel oberhalb von 60 Grad nördlicher Breite). Deshalb sind die Chancen, in der Schweiz Polarlichter zu sehen, sehr gering. Gelegentlich können jedoch starke geomagnetische Stürme, verursacht durch starke Sonnenaktivität, Polarlichter auch in niedrigeren Breiten sichtbar machen. So passiert in dieser Nacht. In solchen seltenen Fällen kann es möglich sein, Polarlichter in der Schweiz zu beobachten.

Für eine bessere Chance, Polarlichter zu sehen, reisen viele Menschen nach Skandinavien (beispielsweise nach Norwegen, Schweden oder Finnland) oder nach Island, wo das Phänomen viel häufiger und intensiver auftritt.

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