Der Unfall passierte am Samstagmorgen vor 11 Uhr. Im kurzen Tunnel bei der Tellsplatte zwischen Sisikon und Flüelen waren zwei Fahrzeuge kollidiert. Es kam anscheinend zu einer massiven Streifkollision zwischen zwei entgegenkommenden Autos. In den Unfall war auch ein drittes Fahrzeug involviert.
Die Urner Polizei zum Unfallhergang: «Ein Personenwagen, welcher in Fahrtrichtung Schwyz unterwegs war, überfuhr aus noch ungeklärten Gründen die doppelte Sicherheitslinie. Dabei geriet es auf die Gegenfahrbahn, wo es mit einem entgegenkommenden Fahrzeug mit ausländischen Kontrollschildern kollidierte, welches Richtung Flüelen unterwegs war. Das Fahrzeug mit den ausländischen Kontrollschildern wurde durch die Drehbewegung, welche durch den ersten Aufprall entstand, auf die Gegenfahrbahn geschoben, wo es in ein weiteres Fahrzeug prallte, das in Richtung Schwyz unterwegs war.»
Vier beteiligte Personen wurden leicht verletzt und hospitalisiert. Ausgerückt waren die Rettungsdienste von Uri und Schwyz. Auch die Feuerwehr Altdorf war vor Ort. Grund: Aus einem Unfallwagen drang Rauch.
Bis am Mittag wuchs der Rückstau auf beiden Seiten der Axenstrasse auf mehrere Kilometer an. Das Verkehrsaufkommen am Axen war besonders dicht, weil der Seelisbergtunnel nach einem tödlichen Töffunfall ebenfalls gesperrt worden war.
Stau gab es deshalb auch innert kurzer Zeit auf der A4 bei Brunnen. Aus Sicherheitsgründen wurde der Verkehr vor dem «Mosi»-Nordportal zwischendurch gestoppt. Nach dem Mittag waren die Unfallfahrzeuge weggeräumt. Die Axenstrasse konnte, vorerst im Wechselverkehr, wieder freigegeben werden. Der Sachschaden wird durch die Polizei mit rund 25'000 Franken beziffert.
Einmal mehr war am Axen zwischen Brunnen und Sisikon zu beobachten, wie ungeduldige Lenkerinnen und Lenker in der Kolonne gewendet haben. Ihre Fahrt zurück auf der Gegenfahrbahn erschwerte unter anderem die Zufahrt der Ambulanz aus Schwyz. Allgemein empfiehlt die Polizei, in einem Stau vor einer Unfallstelle nicht zu wenden. Es sei denn, Polizeiangehörige fordern die Automobilisten dazu auf.
Uri war gegen Norden von der Aussenwelt abgeschnitten
Die Urner Polizei schreibt zur speziellen Situation der zwei Verkehrsunfälle auf den Verkehrsachsen: «Die parallel verlaufende Ereignisbewältigung führte dazu, dass für rund zwei Stunden die Zu- und Wegfahrt in den Kanton Uri nicht mehr möglich war. Um eine vollständige Verkehrsüberlastung im Kanton Uri zu vermeiden, musste der Gotthard-Strassentunnel in Fahrtrichtung Nord für 90 Minuten geschlossen werden.»






Kommentare
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Wie schon die Stau vor dem Mositunnel bei Ferienbeginn und in den letzten Wochen hat auch dieser Unfall heute dazu geführt, dass ausserkantonale und nicht-Schweizer den Mositunnel umfahren und durch das Dorf Brunnen fahren um dann nach dem Mostunnel wieder "anzustehen". Es wäre überprüfenswert, ob man wie bei der "Stauregulierung" in Erstfeld oder Amsteg Verkehrskadetten (oder Feuerwehr?) bei der Ausfahrt hinstellt, welche "Stauumfahrer" sogleich wieder via Kreisel zurück auf die Autobahn befördern. Damit würde das Dorf Brunnen vor der Verkehrsflut bewahrt.