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Schwyzer Amt für Wald und Natur

Neuer Amtschef: «Grossraubtiere sind eine grosse Herausforderung»

Remo Bianchi ist seit November Vorsteher des kantonalen Amts für Wald und Natur. Er zieht eine erste Zwischenbilanz.
Remo Bianchi in seinem Büro im Regierungsgebäude in Schwyz.
Bild: Andreas Seeholzer

Was würden Sie wählen, wenn Sie sich entscheiden müssten zwischen Bäume umarmen und Wild essen?

Ich gehe sehr gerne in den Wald, esse aber auch gerne Wildbret.

Konkret: Wald vor Wild?

Man kann nicht generell sagen, was wichtiger ist, es braucht einen Ausgleich. In einem Schutzwald sind die Prioritäten sicher anders als in Gebieten mit Biodiversitätsförderung.

Sie sind seit November im Amt. Wie geht es Ihnen?

Mir geht es sehr gut, ich fühle mich wohl und bin mitten in meinem Fachbereich. Ich lerne auch immer noch sehr viel dazu, insbesondere in den Bereichen Wald und Naturgefahren.

Wo liegen für Sie die Herausforderungen?

Erst musste ich mir einen Überblick verschaffen und in dem sehr breit aufgestellten Amt eine gewisse Tiefe erreichen. Dieser Prozess ist immer noch am Laufen. Zudem gibt es grosse Projekte wie in den Bereichen Nutzungsplanungen, Naturschutzgesamtkonzept und Landschaftsschutzkonzepte. 

Im Bereich Naturgefahren, was steht da an?

Hier wollen wir die Naturgefahrenkarten zeitnah aktualisieren.

Und in der Jagd?

Hier gilt es, eine fundierte Jagdplanung zu erstellen. Eine grosse Herausforderung sind sicher die Grossraubtiere, hier wollen wir mit einer aktiven Kommunikation laufend über den aktuellen Stand informieren.

Was gibt es zu Natur und Landschaft zu sagen?

Hier läuft die Gebietsbetreuung der kantonalen Naturschutzgebiete, die zu einer ökologischen Aufwertung unserer Landschaft führen. Es laufen verschiedenste Aufwertungsprojekte – viele verschiedene, aber meist kleinere.

Und beim Wald?

Hier ist der klimafitte Wald eine ganz grosse und langfristige Herausforderung sowie die Frage, wie der Schutzwald mit der Klimaerwärmung erhalten bleibt.

Es gibt noch eine neue Abteilung: die Stabsstelle Strategie und Planung. Was ist das genau?

Diese Stabsstelle besteht bereits seit einem Jahr. In dieser Stabsstelle können sich die Mitarbeitenden auf die grösseren und bereichsübergreifenden Projekte konzentrieren. Hier werden zurzeit die Nutzungsplanungen, das Naturschutzgesamtkonzept und die Landschaftskonzeption erarbeitet.

Das tönt nach viel Arbeit. Wie viele Stunden arbeiten Sie täglich?

Ich versuche, gut zu planen und zu delegieren und arbeite in erster Linie mit den Fachbereichsleitern, welche mich sehr gut unterstützen. Einstweilen gibt es aber schon lange Tage. Ich bin am Morgen oftmals einer der Ersten im Büro und am Abend nicht der Erste, der geht.

Ist am Morgen oftmals einer der Ersten im Büro: Remo Bianchi.
Bild: Andreas Seeholzer
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