Wollerau

Neuartige LKW-Schnellladestation eingerichtet

An der Fuchsberg-Raststätte steht die schweizweit zweite Schnellladestation für Brummis.
Ab sofort können Elektro-Lastwagen an der Raststätte Fuchsberg bei Wollerau rasch auftanken.
Bild: zvg

Seit Kurzem steht an der Raststätte Fuchsberg Nord bei Wollerau eine neue Schnellladestation für Elektro-Lastwagen zur Verfügung, wie Socar Energy Switzerland in einer Mitteilung schreibt. Nach jener an der Raststätte Kölliken Nord im Kanton Aargau, die im Mai 2025 eröffnet wurde, ist dies erst die zweite Socar-Ladestation ihrer Art in der Schweiz.

Wie Socar erklärt, wird in Fuchsberg Nord eine bestehende Dieselsäule durch eine 400-kW-Ladesäule für Elektro-Lastwagen ersetzt. Ergänzt wird das Angebot durch vier Ladestationen mit insgesamt acht Ladepunkten für Elektro-Personenwagen mit je 200 kW Ladeleistung.

Batteriespeicher sorgt für nötige Kapazität

Die Energieversorgung in Fuchsberg Nord basiert auf einem Batteriespeicher mit 625 kW Leistung in Kombination mit einem Netzanschluss von 200 kW – was eine Gesamtladeleistung von 825 kW ergibt. «Ohne den Batteriespeicher wäre der Standort nicht realisierbar gewesen. Die Lösung zeigt, dass leistungsfähige Ladeinfrastruktur auch an Standorten mit begrenzter Netzkapazität möglich ist», schreibt das Unternehmen.

Wie alle Socar-Ladestationen wird auch diese ausschliesslich mit «grünem» Strom gespeist. Die steigende Zahl an E-LKWs sei ein starkes Markt­signal, was Socar als Auftrag für den Aufbau eines flächendeckenden Schnellladenetzes für den Schwerverkehr verstehe, heisst es weiter in der Mitteilung.

Wasserstoff-Projekt liquidiert

Bis Ende 2027 will Socar insgesamt rund 100 Ladestationen an den wichtigsten Transit- und Logistikachsen der Schweiz einrichten. Zuvor hatte sich Socar eigentlich zusammen mit anderen Energieunternehmen für den Aufbau einer Wasserstoff-Tankstelle in Fuchsberg engagiert. Im ehemaligen Unterwerk auf dem Gelände der EW Höfe sollte Wasserstoff produziert werden. Im März dieses Jahres beschloss die Generalversammlung der Hydrogen Höfe Freienbach AG (H2FE) jedoch, das 2023 gegründete Projekt wegen ungünstiger Rahmenbedingungen zu liquidieren. Davor hatte das Projekt schon während einiger Zeit pausiert.

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