Einsiedeln

Nadja Räss erhält den «Grand Prix Musik»

Nadja Räss erhielt am Samstagabend in Lausanne vom Bundesamt für Kultur den Grand Prix Musik. Damit ist sie die erste Stimme aus der Volksmusik, die den mit 100’000 Franken dotierten Preis erhält. 
Hohe Ehre für Nadja Räss.
Bild: zvg

In ihrer Laudatio nannte Bundesrätin Elisabeth Baume-Schneider Räss eine «Pionierin»: «Sie wird für ihre herausragende Rolle geehrt, die traditionelle Schweizer Volksmusik und insbesondere den Naturjodel in die Moderne geführt und akademisch verankert zu haben.» Ihre Innovationskraft verbinde traditionelle Gesangstechniken mit zeitgenössischen Einflüssen und experimentellen Elementen, wodurch das Jodeln weit über die klassischen Genregrenzen hinaus bekannt werde.

Neben ihrer eigenen künstlerischen Karriere engagiere sie sich stark in der Lehre  und gebe das immaterielle Kulturerbe der Schweiz an neue Generationen weiter. Neben der Einsiedlerin Räss wurden weitere Schweizer Musikschaffende, Kollektive und Institutionen mit sieben Musikpreisen (40’000 Franken) und drei Spezialpreisen (25’000 Franken) gewürdigt. (red)

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