Die Zentrale der Kantonspolizei Schwyz erhielt kurz vor 1 Uhr von aufmerksamen Bürgern die Meldung, dass bei einer Autogarage in Freienbach mehrere verdächtige Personen aufgefallen seien und diese vermutlich versuchen würden, einzubrechen.
«Unverzüglich rückten mehrere Patrouillen und Pikettkräfte der Kantonspolizei Schwyz zum Ereignisort aus», teilte die Polizei mit. Vor Ort entdeckten die Einsatzkräfte eine eingeschlagene Scheibe an der Autogarage. Kurz darauf konnten mehrere Personen festgestellt werden, die zu Fuss die Flucht ergriffen.
Im Rahmen der umgehend eingeleiteten Fahndung gelang es der Kantonspolizei Schwyz, kurz darauf in Freienbach zwei tatverdächtige Männer festzunehmen. Ein weiterer mutmasslicher Einbrecher konnte dank einer weiteren Bürgermeldung in Zusammenarbeit mit der Kantonspolizei Zürich in Richterswil festgenommen werden.
Bei den Festgenommenen handelt es sich um französische Staatsangehörige im Alter von 17, 20 und 28 Jahren. Die weiteren Ermittlungen zum Tathergang sowie zur Beteiligung der drei Männer werden unter der Leitung der zuständigen Staatsanwaltschaft des Kantons Schwyz geführt.
Die Einbruchserie geht weiter
Das Bundesamt für Polizei registrierte seit Anfang 2025 über 400 Einbrüche oder Einbruchsversuche in Schweizer Garagen. Wegen der starken Zunahme des Phänomens haben Bund und Kantone im Frühling dieses Jahres eine nationale Taskforce gegründet, um die Netzwerke dahinter gezielt zu bekämpfen. Das Hauptziel der Einbrecher sind in der Regel die Schlüssel aus den Betrieben, um anschliessend mit hochwertigen Fahrzeugen zu flüchten.
Die Ermittlungen und die zahlreichen Festnahmen der Kantonspolizeikorps zeichnen ein recht klares Bild bezüglich der Herkunft der Täter. Ein Grossteil der ermittelten Tatverdächtigen stammt aus dem Ausland, wobei auffallend viele junge Männer und Jugendliche aus Frankreich kommen, genau wie im neusten Ausserschwyzer Fall. Es handelt sich meist um organisierten Kriminaltourismus. Oft werden die jungen Täter von Hintermännern im grenznahen Frankreich oder aus dem Raum Lyon rekrutiert, um in der Schweiz gezielt Luxusautos zu stehlen und direkt über die Grenze zu bringen. gh

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