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Schwyz

Mythenforum wird während der zweieinhalbjährigen Bauzeit Provisorien anbieten

Für die Vereine, Veranstalter und für das eigene Restaurant werden während der Bauzeit von 30 Monaten Lösungen gesucht.
Während der Umbauzeit des Mythenforums sollen den Vereinen, für Veranstaltungen und das eigene Restaurant Provisorien angeboten werden: Christof Zumbühl, Verwaltungsratspräsident der Casino AG, hat einige Pfeile im Köcher.
Bild: Archivbild: Josias Clavadetscher

Das Mythenforum Schwyz steht vor einer Umbau-, Sanierungs- und Erweiterungsphase. Es werden bauliche und betriebliche Mängel behoben, die Gebäude- und Veranstaltungstechnik wird modernisiert, und es wird ein neues Restaurant erstellt, das attraktiv auf dem heutigen Dach platziert werden soll. Das Siegerprojekt «Arge Mythen» ist vorgestern detailliert vorgestellt worden (der «Bote» berichtete).

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Wenn alles rund läuft und der Souverän der Gemeinde Schwyz sowohl dem Planungs- wie dem Baukredit zustimmt, kann im Herbst 2028 mit den Bauarbeiten begonnen werden. Das bedeutet, dass das MythenForum für zweieinhalb Jahre bis zum Frühjahr 2031 nicht genutzt werden kann.

30 Monate lang nicht nutzbar

Betroffen davon sind selbst organisierte Veranstaltungen und Gastspiele, vor allem aber die Vereine der Gemeinde Schwyz oder gleich die Gemeinde selber. Die Fasnacht, die Gemeinde- und Bezirksversammlungen, die Tischmesse und all die zahlreichen Vereinsanlässe werden rund 30 Monate lang vor geschlossenen Türen respektive einer Bauabschrankung stehen.

Der Verwaltungsrat der Casino Schwyz AG hat sich zu dieser Problematik eingehend Gedanken gemacht. Es werde zwar noch dauern, im besten Fall bis Ende 2028, wenn mit den Bauarbeiten begonnen werden könne, erklärte Christof Zumbühl, Gemeinderat und Verwaltungsratspräsident der Casino Schwyz AG, «aber wir wollen früh genug nach Lösungen Umschau halten».

So seien bereits der Kanton, der Bezirk Schwyz, die Kantonsschule KKS, die Kirchgemeinden und auch viele Private angegangen worden, ob sie Räumlichkeiten zur Verfügung stellen könnten. Die Anfrage richtete sich so nach grösseren Turnhallen (Rubiswil, Lücken, KKS) oder auf Räume der Kirchgemeinden (Verenasaal Ibach, Saal unter der Kirche Seewen). Aber auch die Gemeinde selber figuriert auf der Liste, zum Beispiel was den Chupferturm angeht oder die Aulen von Schulen. Ebenfalls habe man sich bezüglich der Aula KKS erkundigt und sich bei der Stiftung Ital-Reding-Haus oder bei Gastro-Betrieben gemeldet.

Mythenforum übernimmt Koordination

Die Idee ist, dass den Vereinen der Gemeinde entsprechende Alternativen angeboten werden können. Die Betriebsleitung des Mythenforums werde über all diese 30 Monate Ansprechpartner bleiben, um die Nutzung alternativer Räume zu koordinieren und um in Sachen Veranstaltungstechnik und Gastronomie zu helfen. «Wir möchten, dass das kulturelle Leben in der Gemeinde so weit als möglich weitergeführt werden kann», betonte Zumbühl. Allerdings, das müsse man eingestehen, werde man grössere nationale Veranstaltungen, Tagungen oder auch aufwendigere Gastspiele während der Bauzeit nicht durchführen können.

Wichtig sei weiter, dass die Nachbarn und die Mieter durch die Bauarbeiten nicht tangiert werden. Sowohl die Garderobe der Schwyzer Nüssler, die neu eingemietete Grossgrindenzunft, das Kino Schwyz oder das im Nachbargebäude eingemietete Fitness-Studio wie auch die Arztpraxis und die Räumlichkeiten des Bezirks Schwyz können unverändert weiter betrieben werden. Auch bleibt das Parkhaus unverändert geöffnet.

Ein «Mini-Casino» als Gastro-Provisorium

Eine Lösung versucht man auch bezüglich der Gastronomie zu erreichen. Für die Casino Schwyz AG sei es zentral, dass sie den Personalbestand von 20 Vollzeit- und 15 Teilzeitangestellten möglichst halten könne. Wenn das nicht gelinge, dann drohe der Verlust von qualifiziertem Personal und damit von Know-how. Darum hält man Ausschau nach einer temporären Einmietung in bestehende Gastrobetriebe, sollten solche zur Verfügung stehen. Zumbühl bestätigt, dass er schon Kontakte zum «Wyssen Rössli», zum Café Haug oder zum Gastrobetrieb «Kreuz und Quer» hatte. Für solche Entscheidungen sei es aber noch viel zu früh, «vielleicht öffnet sich bis zum Herbst 2028 irgendwo ein anderes Türchen», meinte Zumbühl erwartungsvoll.

Auf alle Fälle hat sich die Casino AG bei einer privaten Eigentümerschaft bereits eine Landparzelle gesichert, wo ein provisorischer Gastro-Betrieb eingerichtet werden könnte. Der Standort für ein solches «Mini-Casino» liege sehr zentral und sei gut erschlossen. Allerdings werde es ein Baubewilligungsverfahren brauchen.

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