Einerseits negativ: Viel mehr Touristinnen und Touristen drängen sich in den Bus, besonders in der Ferienzeit. Männer und Frauen in klobigen Wanderschuhen, Trekkingschuhen, hundsnormalen Sneakers sitzen oder stehen nebeneinander und unterhalten sich in verschiedenen Sprachen. Für Muotathalerinnen und Muotathaler folgt die «Erlösung» dann im Schlattli, wenn der Bus sich leert und man sicher wieder einen Sitzplatz findet.
Andererseits haben sich die Busfahrten auch positiv verändert. Gemerkt habe ich das aber erst, nachdem ich meine Kopfhörer verloren hatte und gezwungen war, das Treiben um mich herum richtig wahrzunehmen.
Wenn der Bus im Schlattli an der alten Stoosbahn vorbeifährt, werfen sich die Touris schon leicht panische Blicke zu – da war doch eine Bahn, wieso halten wir nicht an?! Noch besser wirds bei der richtigen Bahn: Mit einem staunenden Blick nach oben und einem «Wow» auf den Lippen verlassen die Gäste dann jeweils den Bus. In diesem Moment wünsche ich mir alig, dass ich die Bahn auch noch mal zum ersten Mal sehen könnte.
Inzwischen belausche ich die Touris immer, auch wenn ich längst wieder neue Kopfhörer habe. «Stoosbahn? Müssen wir die etwa stossen?», witzelte kürzlich eine Schweizer Wandergruppe. Auf Englisch gab ein anderer Gast zu, dass er zuerst gedacht habe, die Mythen seien der Stoos. Zusammen mit seinen Kollegen hoffte er auf eine «riesige Rutschbahn» den Berg hinunter.
Nun, die gibt es noch nicht. Falls die Rutsche realisiert würde, kämen vielleicht noch mehr Gäste – und das gäbe noch mehr Unterhaltung im Bus.




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