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Blitzschlag: Mit dem Gewitter kam die nächste Axen-Sperrung

Zum Wochenstart kam ein Unwetter. Prompt war die Axenstrasse nicht mehr befahrbar. Ein Blitz legte die Signalisationen lahm. Die Strasse war zwei Stunden lang zu.
Blitzeinschlag bei der Axenstrasse um 9.20 Uhr.
Bild: kachelmannwetter.com

Laut den Verkehrsdiensten ist die Strecke zwischen Brunnen und Flüelen seit Montagmorgen, 9.30 Uhr, in beide Richtungen gesperrt. Als Ursache nannte man Gewitter, später sprach man von technischen Probleme. Zunächst war unklar, ob etwa die Sensoren im Gefahrenhang Gumpisch angeschlagen haben, oder ob es noch an einer anderen Stelle womöglich Unwetterschäden gegeben hat. Laut den Verkehrsdaten auf Google Maps steht aktuell der Verkehr nördlich von Sisikon auf beiden Seiten.

Wie üblich wurde die Feuerwehr Stützpunkt Schwyz aufgeboten, um den Verkehr beim Wolfsprung zu regeln. Im Gegensatz zu einer Sperrung wegen dem Gumpisch ist dieses Mal auch die Fahrt nach Sisikon nicht möglich. Dem Transitverkehr wird die Umleitung über die A2, Luzern, empfohlen.

Laut ersten Informationen gibt es Probleme mit den Signalisationen auf dem Streckenabschnitt zwischen dem Wolfsprung und Sisikon. Grund ist offensichtlich ein Blitzeinschlag in einen Technikraum. Laut der Blitzortung von kachelmannwetter.com kam es etwas südlich von Sisikon um 9.20 Uhr zu einem Blitzschlag unmittelbar neben der Axenstrasse. Das könnte der Grund für den Elektronikausfall gewesen sein. Um 11.30 Uhr konnte die Strassensperrung aufgehoben werden.

Bereits am Samstagabend war der Axen für eine Stunde gesperrt worden, Grund damals war ein automatischer Alarm im Gumpisch.

Wenn ein Blitz direkt oder indirekt in elektronische Systeme einschlägt, entstehen extrem hohe Spannungs- und Stromspitzen, die auf verschiedenen Ebenen schwere Schäden anrichten können.

Die unmittelbarste Folge ist die Zerstörung von Halbleitern und Leiterbahnen. Durch die enorme Überspannung schmelzen mikroskopisch feine Strukturen auf Platinen, in Prozessoren oder in Speicherbausteinen. Kondensatoren und Netzteile können platzen, und es kommt zu dauerhaften Kurzschlüssen oder Totalausfällen der betroffenen Hardware.

Neben dem sofortigen Totalausfall führt ein Blitzeinschlag häufig zu verdeckten Vorschäden. Dabei wird die Kristallstruktur empfindlicher Bauteile zwar nicht sofort zerstört, aber thermisch und elektrisch so stark geschwächt, dass die Geräte erst Tage, Wochen oder Monate später unerklärliche Fehlfunktionen zeigen oder plötzlich den Dienst versagen.

Ein weiteres Risiko betrifft Software und Datenbestände. Ein starker elektromagnetischer Puls oder plötzliche Spannungsabfälle können Daten auf Festplatten oder Flash-Speichern beschädigen, die Firmware von Steuergeräten löschen oder Dateisysteme korrumpieren, was oft einen vollständigen Datenverlust nach sich zieht.

Zusätzlich besteht eine erhebliche Brandgefahr. Die kurzzeitig freigesetzte Energie führt zu Lichtbögen und extremen Temperaturen an Bauteilen, Kabeln und Steckdosen, wodurch Isolierungen schmelzen und Gehäuse oder umliegende brennbare Materialien in Brand geraten können.

Schliesslich können auch Systeme ausfallen, die gar nicht am direkten Einschlagsort liegen. Blitzströme breiten sich über Stromleitungen, Datenkabel, Telefonleitungen oder Erdungssysteme über mehrere hundert Meter aus und können so gleichzeitig Router, Haushaltsgeräte, Heizungssteuerungen oder Sicherheitsanlagen im gesamten Gebäude oder der Nachbarschaft lahmlegen.

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