notifications
Immensee

Michael Zwyssig: Die Geschichte des ersten SMB-Bruders neu entdeckt

Der Urner Autor Peter Arnold hat ein Buch über Michael Zwyssig (1903–2001) veröffentlicht, den ersten Bruder der Missionsgesellschaft Bethlehem (SMB).
Der Urner Michael Zwyssig, erster SMB-Bruder, mit einem Mitarbeiter auf einem Bauplatz in Simbabwe.
Bild: zvg

Zwyssig, Missionar und Baumeister in Afrika, wuchs wie Arnold im Kanton Uri auf. Das Werk mit dem Titel «Mit Theodolit und Rosenkranz. Br. Michael Zwyssig SMB (1903–2001), Missionar und Baumeister in Afrika: ein Leben» ist im Literareon im Utz-Verlag, München, erschienen. Michael Zwyssig (1903–2001) nimmt in den Annalen der 1921 gegründeten SMB eine Sonderstellung ein. Er war der erste Bruder, der 1925 beitrat und nicht wieder austrat.

Er gehörte zu den zehn Pionieren, die 1939 in das neue Wirkungsfeld Südrhodesien (heute Simbabwe) ausreisten. Dort war er fünf Jahrzehnte lang als umtriebiger «Baumeister von Gwelo» tätig und errichtete an zahlreichen Orten Schulen, Spitäler und Werkstätten, die für die missionarische Arbeit von zentraler Bedeutung waren und den Lebensstandard der Bevölkerung verbesserten. Erst mit 90 Jahren zog er sich zurück.

Seine Mitbrüder hofften, er werde der erste Hundertjährige der Gemeinschaft werden, doch er starb kurz nach seinem 98. Geburtstag – nicht in Afrika, sondern in Immensee. Allen, die ihn kannten, ist er als faszinierende, eigenwillige und geerdete Persönlichkeit in Erinnerung geblieben.

Referat und Lesung

Am Donnerstag, 26. März, findet um 19.30 Uhr im Staatsarchiv Uri in Altdorf ein Referat und eine Lesung mit Josef Meili SMB und Peter Arnold statt. Der Eintritt ist frei.

Zum Autor: Peter Arnold, Jahrgang 1945, stammt aus derselben Gegend wie Michael Zwyssig. Wie dieser träumte er einmal davon, Missionar zu werden. Doch statt Priester zu werden, entschied er sich für eine Karriere als Soziologe und Entwicklungshelfer. In dieser Funktion verbrachte er zehn Jahre in verschiedenen Ländern Afrikas, die meiste Zeit im Auftrag der Schweizerischen Entwicklungszusammenarbeit. Nach seiner Pensionierung entdeckte er seine Leidenschaft für das Schreiben von Lebenserzählungen. (zvg)

Mehr aus dieser Gemeinde
Kommentare (0)