Franz Steinegger
So wie die obige Titelzeile begann ein berühmtes Lied der Schlagersängerin Alexandra, die 1969 durch einen Verkehrsunfall früh aus dem Leben schied. Das Lied trifft auch auf die markante Lärche hoch über Rothenthurm zu, welche vor wenigen Wochen durch eine unbekannte Täterschaft schwer geschändet wurde.
Der Baum hat den böswilligen Eingriff nicht überlebt. Dem Sturm in der Nacht auf Donnerstag hielt der geschwächte Nadelbaum nicht mehr stand. Er zerbrach bei der zugefügten Schadstelle und stürzte um.
Oberallmeind setzt Prämie von 1000 Franken aus
Ein Forstwart fand die Lärche gestern Morgen. «Der Wurf ist eine direkte Folge der mutwilligen Beschädigung», erklärt Thomas Hediger, Bereichsleiter Wald der Oberallmeindkorporation Schwyz (OAK).
Wie sich nun gezeigt habe, sei die Schädigung tiefer gewesen, als ursprünglich angenommen. «Zusätzlich zur Entrindung schnitt der Täter den Stamm an, wodurch sich eine Bruchstelle ergab.»
Bisher habe man keine neuen Erkenntnisse über die Täterschaft. Die OAK hat für den entscheidenden Hinweis, der zur Ergreifung des Täters führt, eine Belohnung von 1000 Franken ausgesetzt.
Die rund 120 Jahre alte Lärche hat manchen Stürmen getrotzt. Sie hatte ein markantes Erscheinungsbild und stand gut sichtbar auf einer Krete im Chalberweidlieggeli. Die OAK liess sie aus zwei Gründen stehen: Sie war die einzige Lärche weit und breit und diente deshalb als Samenbaum der Naturverjüngung. Zudem wurde sie als Charakterbaum klassifiziert, der aus gesellschaftlichen und ökologischen Überlegungen gefördert wurde.
Für die Rothenthurmer Lärche stand die Schwyzer Kantonalbank mit einem Sponsoringbeitrag von 5000 Franken Pate. «Wir konnten mit der Kantonalbank bereits vereinbaren, dass wir am selben Ort wieder eine junge Lärche pflanzen. Dies als Investition in den Wald der Zukunft», ergänzt Thomas Hediger.

Kommentare
Bitte beachten Sie unsere Richtlinien, die Kommentare werden von uns moderiert.
„Kaputtgschlagä isch glii e Huufä, aber zum gseh wiä e Baum nachäwachst langed eis Läbä nöd“
Zitat aus dem Film "Der schwarze Tanner"
Truuurig... Sooo mängs Jahr hed är üs bi jedem Wetter, ob Sturm, Schnee oder Iiis immer begrüesst... Wemm isch "DER BAUM" im Weg gsiii?? Hoffä so sehr, dass die Täterschaft gfundä wird!!