Diskussionen um die Wiederaufnahme des Skibetriebs am Hochstuckli führten zu einer Volksabstimmung, nun wird das Thema vor Ort in einer Kunstinstallation aufgegriffen. Bis zum 18. Oktober sind abends Lichtsäulen vor dem stillgelegten Skilift zu sehen.
«Wir wollen nicht übers Klima moralisieren, sondern einen Moment beleuchten», sagt der 33-jährige Künstler Julian Bräm dazu. «Der Stillstand ist nicht das Ende, sondern Teil einer Entwicklung.» Zusammen mit seiner drei Jahre älteren Schwester Noëmi beschäftigt er sich seit 2017 mit Orten, die durch den Menschen verändert wurden. Hauptberuflich sind die beiden in den Bereichen Innenarchitektur und Design tätig. Auf die Idee zu Lichtinstallationen brachte sie die mit Linden bepflanzte Hügellandschaft am Hirzel. In Zusammenarbeit mit der Sattel-Hochstuckli AG entwickelten sie nun ortsspezifische Installationen für das Ausflugsgebiet.
«Wir laden dazu ein, die Ruhe in der Natur zu geniessen», sagen die Geschwister. Aus Rücksicht auf die Tierwelt habe man sich auf vier Installationen beschränkt. Im Tunnel neben der Rodelbahn sollen bunte Lichter für Hoffnung stehen. Auch eine still pulsierende Leuchtkugel ist unterwegs zu sehen. «Wir wollen mit den Objekten etwas erzählen und zu Gedanken sowie Diskussionen anregen», erläutert Noëmi Bräm.
Die Installation oben auf dem Hochstuckli befasse sich mit Aufstieg, Ausblick und dem Wind, der sich wie das Schicksal drehen könne, so die beiden Künstler. Sie raten interessierten Besuchenden, diese während der Dämmerung zu besichtigen und nach dem Abstieg den Rundgang zu den übrigen Installationen anzuhängen. An den drei Samstagen bieten die Künstler auch Führungen an.



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