Die ersten feinen Häppchen waren bereits verspeist, als Frau Statthalter Petra Gamma Grüter die rund 400 Gäste aus dem Bezirk Küssnacht am Sonntag zum Neujahrsapéro begrüsste. Wie Landschreiber Marc Sinoli zuvor verkündet hatte, musste sich Bezirksammann Oliver Ebert unfallbedingt vertreten lassen.
Petra Gamma Grüter rief in solidarischer Verbundenheit mit den Opfern von Crans-Montana zu einer Schweigeminute auf, bevor sie die weiteren richtigen Worte fand. Viele Menschen würden im alten Jahr noch so manche Pendenz erledigen, um neu durchzustarten, auf einem neuen Blatt Papier anzufangen und nach vorn zu schauen – mit einem persönlichen Blick, aber auch mit einem auf die Weltkugel, hielt sie fest. Rückblickend sei ihr das wunderbare Sinnbild der Tour de Suisse mit ihrer Strahlkraft in bester Erinnerung. «Dadurch wurden der Gemeinschaftssinn und der Dorfcharakter gestärkt – es war ein wenig wie das Klausjagen in Warm, ein Volksfest für alle», sagte Gamma Grüter. Dafür sei eine grosse Dankbarkeit da – «und diese verpflichtet, weiterhin Sorge zu unserem System und zu unseren Werten zu tragen». Das Jahr 2026 halte viel Spannendes bereit, unter anderem neue Schulräume, den geplanten Bau eines Parkhauses und die Umgestaltung des Seeplatzes. Durch den Dialog mit den hiesigen Vereinen sei zudem eine Verschlankung bei den Verwaltungsprozessen geplant. Und Dialoge sollen auf weiteren Ebenen stattfinden, denn gelebte Demokratie mit respektvollem Austausch sei enorm wichtig: «Unser Bezirk lebt nicht davon, dass alle gleich denken, sondern davon, dass wir trotz unterschiedlicher Ansichten eine Lösung suchen.»
Wünsche an den Bezirksrat
Beim regen Austausch unter den Apéroteilnehmenden im Monséjour wurden auch Wünsche an den Bezirksrat ausgesprochen. «Der Schulpavillon soll stehen gelassen werden», war die einhellige Meinung am Tisch von Paul Kenzelmann, «und in der Fussgängerzone soll für Fahrräder eine Geschwindigkeit von maximal fünf Kilometern pro Stunde gelten.» Mit einem Schmunzeln wurde ergänzt: «Der Bezirk könnte übrigens pro Badendem am Seemattzopf einen Fünfliber verlangen.»
Marktplatz-Präsident Alois R. Gössi wünscht sich, «dass die Zusammenarbeit zwischen ihnen und dem Bezirk weiterhin so gut funktioniert», während Pfarrer Markus Lussi für mehr Demut im Allgemeinen appelliert und hofft, dass der Bezirksrat weiterhin Familien stärkt. «Einen guten Kontakt zur Bevölkerung pflegen», nannte Cornelia Moser als wichtigen Punkt, Franz Hess ergänzt, dass «Freizeitprojekte realisiert werden sollen und das Geld in die richtigen Projekte gesteckt werden soll».
Und was wünscht sich der Bezirksrat? René Hunziker greift die Worte von Petra Gamma Grüter auf: «Das neue Jahr soll mit einem neuen Blatt angefangen werden. Wir wollen mit Vertrauen gemeinsam in Küssnachts Zukunft gehen.»











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