Biberbrugg

Kleinkriminelle wollen ins Gefängnis, um nicht draussen frieren zu müssen

Der Winter naht, und für einige Menschen beginnt die schlimmste Zeit des Jahres. Sie versuchen mittels kleiner Delikte, einen warmen Schlafplatz in einer Gefängniszelle zu bekommen.
Das Gefängnis Biberbrugg ist alles andere als eine Wohlfühloase. Trotzdem kommt es immer wieder vor, dass verzweifelte Existenzen mit Absicht versuchen, hinter Gitter zu kommen – besonders wenn es draussen frostig wird.
Bild: Daniel Koch, asz

Der Knast wird als Unterkunft missbraucht, um der Kälte draussen zu entgehen. Fiona Elze, Leiterin des Amts für Migration Kanton Schwyz, kennt solche Fälle. Sie kommen auch hierzulande vor. Betroffen sind vor allem abgewiesene Asylsuchende, die nicht in ihre Herkunftsländer zurückkehren können und von der Nothilfe abhängig sind. Zwar haben sie in der für sie vorgesehenen Unterkunft ein Bett, doch den Tag müssen sie draussen verbringen.

Laut Elze lassen sich die Nothilfebezüger teils einiges einfallen, um einen Platz in der Gefängniszelle zu ergattern. Doch die Asylexpertin versichert, dass die zuständigen Behörden wachsam sind und entsprechend reagieren, wenn sich ein Gefängnis-Missbrauch abzeichnet. Bei einigen Kleinkriminellen muss die Not jedoch gross sein. Ein paar Gesichter bekommt Armin Bründler, Gefängnisleiter im Sicherheitsstützpunkt Biberbrugg, nämlich immer wieder zu sehen. Ihre Versuche, absichtlich hinter Gitter zu kommen, reissen nicht ab.

(c) March-Anzeiger / Höfner Volksblatt

Ausführlicher Bericht im «Boten» vom Freitag

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