In Schwyz machte die Juso am Samstag mit einer Fotoaktion auf unbezahlte Care-Arbeit aufmerksam. «Im Jahr 2024 arbeiteten Frauen durchschnittlich 34 Stunden pro Woche unbezahlt. Die überproportional von Flinta*-Personen (Frauen, Lesben, intergeschlechtliche, nichtbinäre, Trans und Agender) geleistete Arbeit wird sowohl gesellschaftlich nicht gebührend anerkannt als auch ungenügend oder gar nicht entlöhnt», erklärt die Jungpartei dazu in einer Mitteilung.
Dass es im Kanton Schwyz weder zu Care-Arbeit noch zu unbezahlter Care-Arbeit statistische Erhebungen gebe, sei inakzeptabel: «So wird der ohnehin schon gesellschaftlich nicht anerkannten und unsichtbaren Arbeit keinerlei Wert zugeschrieben.» Durch gesellschaftliche Erwartungen, unbezahlte Care-Arbeit zu leisten, bleibe Flinta*-Personen weniger Zeit für Lohnarbeit, was sich langfristig negativ auf Karriere, Lohn und Rente auswirke. Deshalb seien sie überdurchschnittlich oft von Altersarmut betroffen, obwohl sie ihr ganzes Leben gearbeitet hätten.
«Die aktuelle Situation ist untragbar, deshalb fordern wir die konsequente statistische Erhebung sowohl von bezahlter als auch unbezahlter Care-Arbeit im Kanton Schwyz», hält die Juso fest. Darüber hinaus brauche es dringend eine gerechte, entsprechende Entlöhnung von bisher unbezahlter Care-Arbeit. «Es braucht mehr Bewusstsein für die Lebensrealität der Menschen, die Arbeit ausführen und unser Wirtschaftssystem jeden Tag tragen. Denn ohne Flinta*-Personen, die tagtäglich unsichtbar arbeiten, könnte unser System nicht funktionieren», sagt Tabea Gnädinger, Vorstandsmitglied der Juso Schwyz. (pd/nad)


Kommentare
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Die Ladys sollen endlich auch ins Militär müssen. DIENST am Frauenland nennt sich dass. Gleichberechtigung sollen sich die Ladys hinter die Ohren schreiben.
Xaver Büeler, dieser absolut richtige, kluge und auch unterhaltsame Online-Kommentar müsste unbedingt als normaler Leserbrief eingeschickt werden. Ich hoffe, Sie entscheiden sich dazu.
Danke, Xaver Büeler, wie recht Sie haben. Diejenigen, die wirklich Freiwilligen-Arbeit leisten, haben es nicht nötig, sich solchen Demos anzuschliessen. Es ist nur noch lächerlich!!!!!!
Interessant, da halten sage und schreibe 14 junge Sozialisten ein altes Leintuch über die Brüstung, und der Bote macht daraus eine Story. Diese klärt uns darüber auf, dass "die überproportional von Flinta*-Personen (Frauen, Lesben, intergeschlechtliche, nichtbinäre, Trans und Agender) geleistete Arbeit" diese daran hindere Karriere zu machen. Man schaut sich das Foto mit den aufstrebenden Sozialisten nochmals an und kann sich ein Schmunzeln nicht verkneifen.
Die Übungsanlage erinnert an die letzte JUSO-Demo auf der Hoftmatt zum Thema Asylunterkunft Kaltbach. Auch dort blieben trotz medialer Unterstützung durch den Boten ein paar wenige versprengte Seelen unter sich. Und schafften es trotzdem auf die Titelseite - Laura Inderbitzin sei dank. Wann dürfen wir uns auf die nächste aufgeblähte JUSO-Story im Bote freuen?