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Listenverbindung

Ender und SVP spannen für die Wahlen zusammen

Die SVP des Kanton Schwyzs und die Freie Liste Josef Ender gehen für die Nationalratswahlen 2023 eine Listenverbindung ein. Wie in anderen Kantonen sucht auch die Schwyzer SVP die Nähe zu den expliziten Coronaskeptikern.
Josef Ender (links) vor dem Schwyzer Regierungsgebäude mit SVP-Wahlkampfleiter Wendelin Schelbert.
Bild: PD

Wie Roman Bürgi, Präsident SVP Kanton Schwyz, und der Ibächler Josef Ender am Dienstagmorgen in einem gemeinsamen Bulletin mitteilten, soll mit der Listenverbindung ausgeschlossen werden, dass Wählerstimmen für Kandidaten verloren gehen, «die für Freiheit, Souveränität, Neutralität und Eigenverantwortung einstehen».

Im Bulletin betont man, beide Listen bleiben voneinander unabhängig. Es geht darum, Reststimmen im bürgerlichen Lager aufzufangen. Die Listenverbindung bedeute laut Medienmitteilung keine inhaltliche Verbindung und heisse nicht, «dass die Kandidaten der SVP verantwortlich sind für Aussagen von Josef Ender und umgekehrt».

Allerdings sind die politischen Parallelen nicht zu übersehen. Josef Ender will als Parteiloser einen Sitz im Nationalrat erobern. Sein Kampagnenteam setzt sich zu einem grossen Teil aus dem Umfeld des Aktionsbündnisses der Urkantone zusammen. Noch vor Beginn des eigentlichen Wahlkampfs richtete er happige Vorwürfe an anderen Parteien. Die Kritik liess auf eine rechts-bürgerliche Nähe des Ibächlers schliessen. Ender will sich gemäss einer Mitteilung vom Dezember 2022 für die Neutralität einsetzen sowie «für Meinungsfreiheit und gegen Diskriminierung, Zensur und Manipulation, gegen Genderwahn, für die Freiheits- und Verfassungsrechte».

Die SVP geht für die kommenden Parlamentswahlen auch in anderen Kantonen Listenverbindungen mit Coronaskeptiker-Kreisen ein, namentlich mit der Bewegung «Mass-voll» von Nicolas A. Rimoldi. «Mass-voll» tritt im Kanton Schwyz nicht zu den Wahlen an. gh

Bericht am Mittwoch im «Boten»

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