Über welche kleine Alltagssache freuen Sie sich unverhältnismässig stark?
Wenn ich in meiner Agenda einen freien Abend oder ein freies Wochenende entdecke, das ich nicht auf dem Schirm hatte. Ich mag es sehr, wenn ich in den Tag hineinleben und einfach machen kann, worauf ich gerade Lust habe.
In welchem Moment haben Sie sich zuletzt so richtig lebendig gefühlt?
In den Fischer-Ferien in Norwegen. Wir waren in einem kleinen Böötli, weit draussen auf dem Meer, und hörten nichts anderes als das Wasser und die Möwen und hatten einen wunderbaren Ausblick auf die norwegischen Berge und Klippen. Da dachte ich mir, eigentlich brauche ich gar nicht mehr.
Was macht Sie hässig?
Wenn das Wetter zu lange trocken und heiss ist. Dann werde ich richtig «gäzig». Und wenn dann auch noch Gewitter angesagt ist und es dann doch nicht kommt, wird es schwierig für mich und mein Umfeld.
Das ist der «Kopf der Woche»
Der «Bote der Urschweiz» kürt jeden Freitag einen «Kopf der Woche». Dabei handelt es sich um Schwyzer Persönlichkeiten, die in der aktuellen Woche einen besonderen Einfluss hatten, einen Erfolg feierten oder sich für ein wichtiges Projekt einsetzten.
Wenn Sie Ihrem 16-jährigen Ich einen einzigen Satz sagen dürften, welcher wäre das?
Vertraue deinem Weg, es wird kolossal.
Welche Gewohnheit würden Sie am liebsten von heute auf morgen ablegen?
Ich würde gerne lernen, meine Taschen von der Arbeit immer gleich auszuräumen, wenn ich nach Hause komme. Und es sind eben oft viele Taschen und Kisten, gefüllt mit Requisiten und Kostümen.
Welchen Gegenstand würden Sie nie freiwillig weggeben?
Meinen Milchschäumer. Der Milchschaum in meinem Bialetti-Käfeli am Morgen gibt mir ein Gefühl von Ferien.
Über welche Ihrer Eigenschaften haben sich Ihre Eltern früher am meisten geärgert?
Über meine Unordnung. Es war wirklich schlimm, und ich war in diesem Punkt unerziehbar. Ich glaube, meine Mutter hat irgendwann aufgegeben (lacht) und akzeptiert, dass es keine Unordnung ist, sondern dass einfach überall kreative Ideen herumliegen.
Wann waren Sie das letzte Mal so richtig stolz auf jemanden?
Auf mein Gottimeitli, als ich es bei seinem Auftritt im Schulmusical gesehen habe. Es hat das so souverän gemacht.
Was tun Sie, wenn Sie sich selbst wieder in gute Laune bringen müssen?
Meistens gehe ich erst einmal schwimmen. Das wäscht alle Sorgen weg. Danach ganz viel laute Musik und Tanzen.
Wie haben Sie sich auf die Rolle des Dächli Leni vorbereitet?
Es war neben Recherchen und dem Ansehen von Videomaterial eine grosse körperliche Vorbereitung. Wir sind drei Frauen, die alle das Leni spielen, und es war wichtig, dass wir uns in unseren Bewegungen angleichen. Zudem war es eine Herausforderung, die unterschiedlichen Rollen so zu verkörpern, dass das Publikum sie klar unterscheiden kann. Ich spiele zum Beispiel in einer Szene die Mutter vom Dächli Leni und in der nächsten Szene das Dächli Leni selbst. Da braucht man körperliche Bewegungsmerkmale, um sich innerhalb kurzer Zeit in die andere Rolle zu versetzen. Meiner Meinung nach kommt man nicht ans Ziel, wenn man versucht, eine Person möglichst zu kopieren, sondern dann, wenn man bei sich selbst forscht und sein eigenes Dächli Leni findet.
Was fasziniert Sie heute am meisten am Dächli Leni?
Seine unbeschwerte und aufgestellte Art. Es hatte ein so aufregendes Leben im Showbusiness und konnte es, glaube ich, selbst kaum glauben, was es alles erlebt hat. Es hätte viele Gründe gegeben, den Boden unter den Füssen zu verlieren, doch es ist standhaft geblieben. Das bewundere ich sehr an ihm und nehme ich für mich mit.
Zur Person
Geburtsdatum: 14. September 1988
Beruf: Schauspielerin/Theatermacherin
Wohnort: Goldau
Lieblingsgericht: Lasagne
Lieblingsgetränk: frischer Minzentee
Lieblingsfilm: «Vaiana»
Lieblingsapp: Echtzeit-Blitzkarte
Lieblingsferienort: Sardinien
Lieblingstier: Orca


Kommentare
Bitte beachten Sie unsere Richtlinien, die Kommentare werden von uns moderiert.
Zu diesem Thema wurden noch keine Kommentare geschrieben.