Die Kantonspolizei schreibt in einem Bulletin: «Kurz vor 10 Uhr ging bei der Kantonspolizei Schwyz die Meldung über eine Rauchentwicklung in einer Kartonpresse an der Zürichstrasse in Einsiedeln ein.» Die umgehend aufgebotene Stützpunktfeuerwehr Einsiedeln konnte den Brand rasch unter Kontrolle bringen und löschen.
Durch das Feuer beziehungsweise die Rauchentwicklung entstand laut Polizeiangaben nur geringer Sachschaden an der Anlage. Personen wurden keine verletzt. Die Ursache des Brandes wird durch die Kantonspolizei Schwyz abgeklärt.
Ein Brand in einer Kartonpresse oder einem Presscontainer stellt die Feuerwehr vor sehr spezifische einsatztaktische Herausforderungen. Da der Karton unter extrem hohem Druck zusammengepresst ist, unterscheidet sich das Vorgehen deutlich von einem normalen Papierbrand.
Zuerst muss die Stromzufuhr der Anlage unterbrochen werden, um eine Gefährdung der Einsatzkräfte durch elektrische Spannung oder ein unvorhergesehenes Anlaufen der Hydraulik auszuschliessen. Da Kartonpressen oft in geschlossenen Räumen, Kellern oder Ladezonen von Einkaufszentren stehen, ist der Schutz vor Atemgiften durch Atemschutzgeräte von Beginn an zwingend erforderlich.
Kompakter, gepresster Karton ist extrem dicht. Normales Löschwasser dringt nicht tief genug in die gepressten Ballen ein und fliesst stattdessen wirkungslos an der Aussenseite ab. Die Feuerwehr setzt deshalb oft Netzmittel oder Druckluftschaum (CAFS) ein. Durch den Zusatz von Schaummittel wird die Oberflächenspannung des Wassers gebrochen, wodurch das Löschwasser tief in die brennenden Zwischenräume der Kartonagen eindringen kann.
Ein Brand in einer Presse lässt sich von aussen fast nie endgültig löschen. Im Inneren der gepressten Ballen verbleiben tiefe Glutnester, die noch stundenlang schwelen können. Die Taktik sieht daher vor, das Feuer in der Presse zunächst nur so weit niederzuschlagen, dass die akute Gefahr und die Rauchentwicklung eingedämmt sind. gh


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