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Strassenumfrage

«Ich beachte die Benzinpreise nicht»

Die Benzinpreise geben immer wieder zu reden. Doch wie stark werden sie wirklich beachtet? Geht man wegen des Preises extra an eine andere Tankstelle? Ärgern sich die Leute über die erhöhten Treibstoffpreise? Und sind sie deswegen weniger mit dem Auto unterwegs? Der «Bote» hat im Talkessel nachgefragt. (klz)
Die Treibstoffpreise sind seit dem Ausbruch des Kriegs in Nahost stark gestiegen.
Bild: Keystone

Anton Halter

«Mich selbst betreffen die steigenden Benzinpreise nicht so stark, ich fahre nicht so oft mit dem Auto. Aufgefallen ist es mir aber schon. Grundsätzlich achte ich schon auf den Preis, wenn ich Benzin brauche. Aber weil ich wiederum nicht so viel mit dem Auto unterwegs bin, beschäftigt mich das Thema nicht so stark – es ärgert mich auch nicht. Wenn ich tanken muss, muss ich halt tanken, das ändert sich nicht. Wie sich die Situation weiterentwickelt, kann ich nicht einschätzen, das kommt ganz auf die weiteren Entwicklungen im Krieg an.»

Anton Halter (78) aus Küssnacht.
Bild: Kim Zgraggen

Giuseppe Heinzer

«Ich beachte die Benzinpreise nicht so stark. Ich fahre im Jahr vielleicht 20’000 Kilometer mit dem Auto, es ist für mich also nicht so ein grosser Faktor. Ungeachtet der Preiserhöhung hat man seine routinemässigen Tankstellen – ich fahre also nicht extra fünf Kilometer weiter, um fünf Rappen billiger zu tanken. Es ist eine weltpolitische Angelegenheit, wir haben darauf keinen Einfluss. Es wäre Wunschdenken, eine Träumerei, dass die Benzinpreise nicht steigen würden. Mich selbst ärgert das aber nicht, es ist einfach, wie es ist. Da gibt es andere Themen, die mich mehr beschäftigen. Ich muss ja tanken, damit ich wieder nach Hause komme.»

Giuseppe Heinzer (61) aus Illgau.
Bild: Kim Zgraggen

Johanna Reichlin

«Die Treibstoffpreise steigen wieder aufgrund des Kriegs im Iran. Ich finde das traurig, dass es in der heutigen Zeit noch so weit kommt. Wir haben zwar auch ein Auto, aber ich selbst bin sehr viel zu Fuss unterwegs. Deshalb achte ich mich nicht so sehr auf die Preise – es verärgert mich deshalb auch nicht so stark. Wo ich tanken gehe, mache ich nicht vom Preis abhängig. Ich kann aber alle verstehen, die auf ein Auto angewiesen sind und sich deshalb nerven. Es geht schon ins Geld – vor allem für Familien. Wie lange das noch so gehen wird und gehen kann, kann ich nicht sagen. Man sieht einfach, wie stark vernetzt und abhängig man von anderen Ländern doch wieder ist.»

Johanna Reichlin (71) aus Bürglen.
Bild: Kim Zgraggen
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