Kanton Schwyz

Zwei Flächenbrände in der Sommerhitze

Achtung Brandgefahr im Freien: Es braucht im Moment wirklich nicht viel, bis die Feuerwehr ausrücken muss. So passiert im Spiegelberg. Und einen Tag später in Ausserschwyz.
Der Löscheinsatz in Altendorf.
Bild: Kapo Schwyz
Es brannte in einem Hang.
Bild: Kapo Schwyz
Betroffen war zum Glück nur eine kleine Fläche.
Bild: Kapo Schwyz

Am Freitagnachmittag kam es im Gebiet Spiegelberg-Schwand auf Steiner Gemeindeboden kurz vor 16 Uhr zu einem Flächenbrand. Die Kantonspolizei Schwyz in einer Medienmitteilung zur Ursache: «Während der Arbeiten mit einem Heuschieber geriet ein kleiner Teil des Heus in Kontakt mit dem heissen Auspuff des Fahrzeugs. Aufgrund der hohen Temperatur entzündete sich das Heu sofort, wodurch ein Flächenbrand entstand.»

Die anwesenden Personen konnten die Flammen weitgehend unter Kontrolle bringen. Die ausgerückte Feuerwehr Steinen setzte anschliessend die Löscharbeiten fort und löschte den Brand vollständig.

Am Samstagnachmittag kam es dann um 14 Uhr unterhalb der Johannisburg in Altendorf zu einem Flächenbrand. Ein 63-jähriger Mann war mit dem Schneiden von Gebüschen und Hecken beschäftigt. Anschliessend wollte er die abgeschnittenen Äste verbrennen. Dabei geriet laut Angaben der Schwyzer Polizei das Feuer ausser Kontrolle. 

Die Feuerwehr Altendorf konnte den Flächenbrand rasch eindämmen und vollständig löschen. Es wurde niemand verletzt.

Bei dem ersten Brand auf Steiner Gemeindeboden im Gebiet Spiegelberg-Schwand war die Feuerwehr Steinen vor allem für die Nachlöscharbeiten und die Sicherung besorgt. Da die anwesenden Personen das Feuer bereits weitgehend unter Kontrolle bringen konnten, bestand die Hauptaufgabe der Feuerwehr darin, verbliebene Glutnester systematisch aufzuspüren. Die Einsatzkräfte dürften das betroffene Heu und den Boden mit Dunghacken oder Heugabeln auseinandergezogen und intensiv gewässert haben, um ein erneutes Aufflammen im trockenen Gelände absolut auszuschliessen. Möglicherweise kam dabei auch eine Wärmebildkamera zum Einsatz, um versteckte Hitzequellen im Boden oder im Heuhaufen zu lokalisieren.

Beim zweiten Ereignis unterhalb der Johannisburg in Altendorf musste die Feuerwehr Altendorf hingegen direkt und schnell eingreifen, da das Feuer dort ausser Kontrolle geraten war. Die Einsatzkräfte mussten den sich ausbreitenden Flächenbrand zunächst rasch eindämmen. Dies geschah wahrscheinlich durch einen gezielten Löschangriff an den Flanken des Feuers unter dem Einsatz von Schnellangriffsleitungen oder flexiblen D-Schläuchen, die im unwegsamen Gelände einfacher zu handhaben sind. Auch der Einsatz von Feuerpatschen oder Löschrucksäcken ist in solchen Hanglagen üblich, um kleinere Flammenherde am Boden rasch zu ersticken. Nach der erfolgreichen Eindämmung folgte auch hier das vollständige Ablöschen des verbrannten Unterholzes und des Bodens mit reichlich Wasser, um den Brandplatz schliesslich sicher und abgekühlt der Polizei übergeben zu können. gh

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