Am Dienstagabend hat in Brunnen ein Informationsanlass zum Bau der neuen Axenstrasse stattgefunden. Rund 100 Interessierte folgten der Einladung der Kantone Schwyz und Uri. Der Informationsanlass bot Gelegenheit, auf technische wie auch auf politische Fragen einzugehen.
Sowohl der Schwyzer als auch der Urner Baudirektor betonten, dass man sich in beiden Regierungsräten vehement für die Verlagerung des Schwerverkehrs auf die Schiene und gegen eine Kapazitätserweiterung von Nationalstrassen einsetze. «Die Axenstrasse ist und bleibt jedoch ein Lebensnerv. Hier sollte eine tragfähige Allianz greifen», wird Markus Züst in einer gemeinsamen Mitteilung der beiden Kantone zitiert.
Auf die Frage, weshalb sich das Astra im Projekt Axen so stark für den Langsamverkehr einsetze, erklärte Jürg Röthlisberger vom Astra, es gehe hier um eine Entflechtung von Langsam- und Schnellverkehr zu Gunsten einer höheren Sicherheit. Die neue Axenstrasse wird deshalb zu einer Nationalstrasse zweiter Klasse für den Schnellverkehr. Die bestehende Axenstrasse werde für den touristischen Verkehr und den Langsamverkehr aufgewertet.
Mehrere Personen aus dem Publikum sprachen sich gegen die von einem Schwyzer Komitee lancierte Initiative und damit für eine rasche Umsetzung des vorliegenden Ausführungsprojekts aus. Othmar Reichmuth betonte, zur Initiative könne man derzeit keine Stellung nehmen. Er erinnerte indes daran, «dass eine Sanierung unumgänglich ist und dass eine solche nicht ohne Sperrungen der bestehenden Axenstrasse
möglich ist, sollte bis dahin die neue Axenstrasse nicht gebaut sein.»
Das Projekt wird von Mitte Oktober bis Mitte November öffentlich aufliegen. Die Axenstrasse zwischen Brunnen und Flüelen wurde seit den 1930er Jahren mehrmals saniert und ausgebaut. Trotzdem genügt sie den heutigen Anforderungen etwa bezüglich Sicherheit nicht mehr.
Ab 2017 soll darum eine neue knapp acht Kilometer lange Strasse gebaut werden. Das Projekt sieht zwei neue Tunnels und einen kurzen offenen Hangabschnitt vor. Die Eröffnung ist für 2025 vorgesehen. Das Projekt kostet rund 740 Millionen Franken.
pd/rem



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