Sattel–Rothenthurm

Unfall auf der H8 fordert Todesopfer und eine Schwerverletzte

Die Strecke zwischen Sattel und Rothenthurm war am Sonntagnachmittag nach einer folgenschweren Kollision gesperrt worden. Für einen 79-jährigen Lenker kam jede Hilfe zu spät.
Am Wagen entstand massiver Sachschaden.
Bild: Kapo Schwyz
Die Unfallstelle.
Bild: Kapo Schwyz
Der Unfall ereignete sich zwischen Sattel und Rothenthurm.
Bild: Google Maps

Ein grosses Aufgebot an Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst rückte am Sonntagnachmittag vor 17 Uhr zur H8 aus. Zwischen Sattel und Rothenthurm war es zu einer gravierenden Kollision gekommen. Die H8 wurde gesperrt.

Am Montagmorgen teilte die Polizei mit, der Selbstunfall habe ein Todesopfer gefordert. "Ein 79-jähriger Mann fuhr auf der H8 von Rothenthurm in Richtung Sattel. Im Baustellenbereich überquerte er um 16.40 Uhr in einer leichten Rechtskurve aus bisher unbekannten Gründen die Gegenfahrbahn und kollidierte mit einem Stapel Betonblöcke."

Trotz der Erstversorgung durch Drittpersonen und den Rettungsdienst verstarb der Rentner noch auf der Unfallstelle. Die 79-jährige Beifahrerin wurde vom Rettungsdienst mit schweren Verletzungen in ein ausserkantonales Spital gebracht. Zudem stand die Rega im Einsatz.

Im Einsatz standen die Feuerwehren von Rothenthurm und Sattel. Der Verkehr wurde durch die Angehörigen der Ortsfeuerwehren geregelt. Auch die Stützpunkt-Feuerwehr Einsiedeln, die jeweils für Strassenrettungen mit eingeklemmten Insassen alarmiert wird, rückte mit Sondersignal aus.

Der Unfall, an dem kein weiteres Fahrzeug beteiligt war, ereignete sich im engen Baustellenbereich. Die Verkehrsdienste meldeten die komplette Strassensperrung um 17.08 Uhr, die Dauer war vorerst unbestimmt.

Auch der öffentliche Verkehr war tangiert. Betroffen war die Linie 507 zwischen Sattel Krone und Biberbrugg. Der Busverkehr wurde um 18.30 Uhr wieder aufgenommen. Nach 19 Uhr war die Strecke auch für den allgemeinen Verkehr wieder frei, zunächst einspurig im Wechselverkehr, seit 20.40 Uhr wieder regulär.

So laufen die Ermittlungsarbeiten

Wenn ein 79-jähriger Mensch mit seinem Auto ungebremst gegen eine Mauer fährt und dabei stirbt, kommen grundsätzlich mehrere Ursachen infrage. Eine der häufigsten Möglichkeiten ist, dass bereits vor dem Aufprall ein akuter medizinischer Notfall eingetreten ist, etwa ein Herzinfarkt, eine schwere Herzrhythmusstörung, ein Schlaganfall oder eine plötzliche Ohnmacht. In einem solchen Fall verliert die Person möglicherweise das Bewusstsein oder ist nicht mehr in der Lage zu reagieren, sodass das Fahrzeug ohne Brems- oder Ausweichmanöver weiterfährt. Ebenso ist es aber möglich, dass der Fahrer bis zum Aufprall bei Bewusstsein war und aus anderen Gründen – beispielsweise durch Ablenkung, einen Fahrfehler oder einen technischen Defekt am Fahrzeug – nicht mehr rechtzeitig reagieren konnte. Auch die Möglichkeit, dass die tödlichen Verletzungen erst durch den Aufprall entstanden sind, muss berücksichtigt werden.

Um die tatsächliche Ursache zu klären, werden verschiedene Untersuchungen durchgeführt. Häufig ordnet die Staatsanwaltschaft eine Obduktion an, bei der festgestellt wird, ob die Person bereits vor dem Unfall an einem medizinischen Ereignis wie einem Herzinfarkt oder Schlaganfall verstorben ist oder ob der Tod erst infolge der Unfallverletzungen eingetreten ist. Zusätzlich werden Blutproben auf Alkohol, Medikamente oder andere Substanzen untersucht. Das Fahrzeug wird technisch überprüft, um einen Defekt an Bremsen oder Lenkung auszuschließen, und der Unfallhergang wird anhand von Bremsspuren, Fahrzeugdaten, Zeugenaussagen und gegebenenfalls Videoaufnahmen rekonstruiert. Erst das Zusammenspiel dieser Untersuchungen ermöglicht es, mit größerer Sicherheit festzustellen, was zu dem Unfall und dem Tod geführt hat.

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