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Schwyz

Nach zehn Minuten flog der Blätz in die Luft

Das Blätzverbrennen in Schwyz fand am Güdeldienstagabend ohne Feuerwerk statt. So wurde der Blätz bereits um 20.15 Uhr angezündet.
Der Blätz, umgeben von Flammen.
Bild: Leserbild Sandra Imlig

Und rund zehn Minuten später, um 20.25 Uhr, kam es zum grossen Chlapf. Der durch den Regen genässte Holzstapel fing zunächst nur zögerlich Feuer, doch dann brannte der Blätz im Nu. Und das heisst nun ganz offiziell: Die Fasnacht 2026 ist unwiderruflich vorbei.

Gemäss den Wetterprognosen hätte es am Dienstagabend im Kantonshauptort recht stürmisch werden können. Windspitzen von über 30 Stundenkilometern wurden nicht ausgeschlossen.

Obwohl es dann am Abend ruhig blieb, hatten sich die Güdelzischtiger am Mittag entschieden, dass Feuerwerk direkt vor der Kirche aus Sicherheitsgründen nicht zu zünden. Das war der Grund, dass sich das ganze Programm nach vorne verschoben hatte. Um 20 Uhr ging es los, gefolgt von ein paar Runden um den Blätz.

Das sagen die Geschichtsbücher über das Blätzverbrennen

Ein Blick zurück zeigt, dass dieser Brauch tief in der lokalen Tradition verwurzelt ist und die Vergänglichkeit des närrischen Treibens versinnbildlicht. Während die Trommeln ein letztes Mal den Takt für den Nüssler-Tanz vorgeben, wird das Material entzündet. Das lodernde Feuer auf dem historischen Pflaster des Hauptplatzes lockt meist hunderte Zuschauer an, die im Schein der Flammen miterleben, wie die Fasnacht buchstäblich in Rauch aufgeht.

Für die Schwyzer ist dieser Moment oft mit einer besonderen Atmosphäre verbunden, da er das Ende einer intensiven Zeit der Gemeinschaft darstellt. Es herrscht eine Mischung aus Stolz über die gelebte Tradition und der Vorfreude auf das nächste Jahr. Sobald die Flammen erloschen sind und nur noch Asche übrig bleibt, beginnt offiziell die Fastenzeit. Die Kostüme werden für 1 Jahr versorgt und die Trommeln verstummen. Das Blätzverbrennen ist somit nicht nur ein optisches Spektakel, sondern ein wichtiger zeitlicher Fixpunkt im rituellen Kalender der Region, der den Übergang vom winterlichen Übermut zur vorösterlichen Einkehr definiert. g

Alles zur Innerschwyzer Fasnacht am Mittwoch im «Boten»

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