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Brunnen

Gemeinsam ins kalte Nass des Vierwaldstättersees eingetaucht

Am vergangenen Samstag fand in Brunnen zum zweiten Mal das jährliche Tell-Winterschwimmen, organisiert vom Kältenetzwerk, statt. Neben spannenden Vorträgen gab es auch Workshops für Anfänger und Fortgeschrittene, in denen die Teilnehmenden gemeinsam ins kalte Wasser eintauchen konnten.
Sarah Zimmermann badete zum ersten Mal im kalten Vierwaldstättersee. Normalerweise bevorzugt sie warmes Wellness-Wasser.
Bild: Sarah Zimmermann
Zahlreiche Schwimmerinnen und Schwimmer holten sich den Tell-Apfel aus dem Wasser.
Bild: Sarah Zimmermann
Vor dem Start ins Wasser zeigte Martin Rohner Atemtechniken, um ruhig und mit Achtsamkeit ins Wasser eintauchen zu können.
Bild: Sarah Zimmermann
Martin Rohner führte die Anfänger ins Eisschwimmen ein.
Bild: Sarah Zimmermann
Die Gruppe der Anfänger wagte ihre ersten Schritte im kühlen Vierwaldstättersee.
Bild: Sarah Zimmermann
Nebst Vorträgen und der Eismesse stand um 13.30 Uhr auch gemeinsames Schwimmen im kalten Wasser auf dem Programm.
Bild: Sarah Zimmermann

Ob das Winterschwimm-Programm anfängertauglich ist, hat «Bote»-Mitarbeiterin Sarah Zimmermann gleich am eigenen Leib getestet. Um bestens auf das kalte Nass vorbereitet zu werden, besuchte sie zuerst die Präsentation von Martin Rohner. Rohner ist Mental- und Kältecoach und hat bereits mehrere Hundert Personen ins Kältebaden eingeführt.

«Von der Kälte lernen heisst, sich selbst im Spiegel zu sehen.» Für Martin Rohner ist das Spüren der Kälte am eigenen Körper auch eine intensive Zeit, um sich einfacher mit dem eigenen Körper zu verbinden und ihn besser zu spüren. Die Motivation solle nicht nur das Körpergefühl selbst sein, sondern auch die Verbesserung der physischen Gesundheit, die Stärkung des Immunsystems oder die Aktivierung des Kreislaufs. Um dies zu erreichen, genügen drei bis vier Minuten Kältebaden. Im Anschluss sollte man sich etwas Dünnes überziehen und sich mit langsamen Übungen wieder aufwärmen, erklärte Rohner weiter. So viel zur Theorie …

Der Sprung in den Vierwaldstättersee

Nach dem Vortrag drehen sich die Gedanken von Sarah Zimmermann nur um Kälte und die Frage, ob sie sich überwinden kann. Martin Rohner erklärt, wie wichtig Füsse, Hände und Kopf in diesem Prozess sind, und gibt der Autorin Neoprenschuhe und eine Mütze. Nun darf sie endlich die ersten Schritte ins kalte Wasser wagen. Dann die Eiseskälte. Kurz will sie umdrehen. Doch gemeinsam mit den anderen der Anfängergruppe geht es Schritt für Schritt weiter. Es ist alles eine Frage der Einstellung – so geht sie bei jedem Ausatmen einen Schritt weiter und überwindet sich.

Die Kälte zieht wie ein Schmerz die Beine hoch. Als das Wasser auf Bauchhöhe steht, werden ihre Beine warm und sie bekommt den Ehrgeiz, noch weiter einzutauchen. «Ich habe es mir viel schlimmer vorgestellt», lautet schliesslich Sarah Zimmermanns Fazit über ihr erstes Kältebaden.

Ob Kältebaden für einen geeignet ist, muss jeder selbst entscheiden. Um aber auf jeden Fall keine unnötigen Risiken einzugehen, ist es wichtig, achtsam, ohne Gruppendruck und niemals allein ins Wasser zu gehen.

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