Der Alarm kam am frühen Sonntagmorgen herein: Kurz vor 4 Uhr erhielt die Einsatzzentrale der Kantonspolizei Schwyz die Meldung, dass auf der Autobahn A4 zwischen Seewen und Brunnen ein Lieferwagen in falscher Richtung unterwegs sei. «Eine sofort ausgerückte Polizeipatrouille traf den Lieferwagen mit Anhänger auf dem betreffenden Autobahnabschnitt auf dem Pannenstreifen in entgegengesetzter Fahrtrichtung an», teilte die Kapo Schwyz in einem Medienbulletin mit.
Nach ersten Erkenntnissen gelangte der 45-jährige portugiesische Lenker vom Mositunnel herkommend auf die falsche Fahrspur und fuhr dann auf der Autobahn A4 in entgegengesetzter Fahrtrichtung weiter. Die Schwyzer Polizei weiter: «Nachdem er und sein 51-jähriger französischer Beifahrer den Irrtum bemerkt hatten, hielten sie auf dem Pannenstreifen an.»
Der Beifahrer übernahm anschliessend das Steuer und versuchte, rückwärts auf dem Pannenstreifen die Autobahn wieder zu verlassen. Gegen beide Personen wurde laut Polizeiangaben ein Fahrverbot für die Schweiz ausgesprochen. Die Staatsanwaltschaft des Kantons Schwyz ordnete für beide ein Bussendepositum an.
Bereits Ende Juli war einem Lastwagenchauffeur an exakt gleicher Stelle dasselbe Malheur passiert. Er war abends mit seinem Brummi samt Anhänger von Uri her in den «Mosi» eingefahren. Nach dem Tunnelportal Nord überquerte er die doppelte Sicherheitslinie beziehungsweise die darauf folgende Sperrfläche und fuhr links auf die Autobahn-Fahrspur, auf der eigentlich die Fahrzeuge Richtung Süden unterwegs sind.
Zu diesem gefährlichen Fahrmanöver kommt es ungefähr einmal im Jahr, weiss man in Polizeikreisen. Beim Nordportal des Mositunnels muss man von einem Geisterfahrer-Hotspot sprechen. Eigentlich ist sauber signalisiert, dass die Autobahn rechts der doppelten Sicherheitslinie entlangführt. Es gibt aber die Theorie, dass die dort beginnende zweispurige Nationalstrasse fälschlicherweise als Ausfahrt Brunnen wahrgenommen wird.



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