Wenn die bald 170 Jahre alte Japanesengesellschaft Schwyz ausserhalb einer Spielsaison auftritt, dann ist das keine einfache Sache. Prächtige Gewänder und japanesischer Kopfputz ja, aber an Requisiten ist da nicht viel zu sehen. Einzig eine dünne, gelbbemalte Rikscha, die mehr an einen Veloanhänger erinnert, musste da jeweils die Rettung sein. Das ist jetzt vorbei: Die Japanesen haben eine ganze Pagode erhalten, mitsamt einem Torii, dem roten Tor, das überall in Japan anzutreffen ist.
Wie Hesonusode Karl Schönbächler und Materialia Doris Dörig bekannt geben konnten, haben aufmerksame Fasnachtsbeobachter des Vereins zugeschlagen. An der letztjährigen Luzerner Fasnacht hatte eine Kleingruppe auf das Thema Japan und Samurai gesetzt. Mitgeführt haben sie diese mehr als drei Meter hohe Pagode. Der japanesische Prüferado Martin Zumstein nahm noch vor Ort sofort Kontakt auf mit den Luzernern und konnte sich diese Pagode sichern. Er hat sie abgekauft und der Japanesengesellschaft geschenkt. Profitiert haben also beide Seiten: Die Japanesen kamen so in den Besitz einer wunderbaren, repräsentativen Requisite und die Luzerner mussten sie nicht abbrechen und entsorgen. So geht fasnächtliche Nachhaltigkeit.
Premiere am 14. Februar
Wie Doris Dörig schwärmte, sei die Pagode sehr imposant und vor allem auch sehr leicht zum Transportieren. Sie kann schnell zusammengesetzt und damit überall hin an Auftritte in Schwyz und auswärts mitgeführt werden. Momentan lagert die Pagode im Depot der Japanesengesellschaft, soll aber schon bald ihre japanesische Premiere erfahren. Wenn am 14. Februar die Japanesengesellschaft im Geburtstagsumzug der Negusgesellschaft Seewen mit dabei ist, wird man erstmals mit der Pagode auftreten. Auch bei künftigen Gastspielen ist anzunehmen, dass die Pagode das unübersehbare Markenzeichen der Japanesen sein wird.




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