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Strassenumfrage

«Ein gutes Instrument der Demokratie»

Immer weniger Leute sind an den Gemeindeversammlungen anzutreffen. Der «Bote» hat im Talkessel nachgefragt, ob die Bevölkerung diese noch wichtig findet, wer sie besucht oder ob es Zeit für ein Gemeindeparlament wäre.
Oft bleiben Sitze bei Gemeindeversammlungen leer. Könnte ein Gemeindeparlament die Zukunft sein?
Bild: Robert Betschart

Urs Oberholzer

«Ich gehe hauptsächlich an die Gemeindeversammlungen, wenn es um das Budget geht. Durch die Diskussionen erhält man eine gewisse Orientierung zu Themen, und ich finde es wichtig, dass man darüber abstimmen kann. Wenn es Personen gibt, die sich gerne im Parlament engagieren würden, dann wäre das für mich auch okay. Es ist aber, wie überall, schwierig, Leute zu finden.»

Urs Oberholzer (69) aus Ibach.
Bild: Kim Zgraggen

Gabryella Cabral

«Ich interessiere mich nicht wirklich dafür. Die Diskussionen sind mir meistens zu dramatisch. Über ein Gemeindeparlament kann man sich schon Gedanken machen, es wird aber wahrscheinlich schwierig in der Umsetzung. Jeder möchte etwas anderes, letztlich ist trotzdem niemand wirklich zufrieden, mit der gemachten Entscheidung. Jeder hat ein eigenes Interesse – dass man dort einig wird, könnte schwierig werden.»

Gabryella Cabral (17) aus Goldau.
Bild: Kim Zgraggen

Urs Hofer

«Ich habe lange in Schwyz gewohnt und bin viel an die Gemeindeversammlungen gegangen. Ich finde das wichtig, denn es ist eine Möglichkeit, sich aktiv an der Politik zu beteiligen, Einfluss zu nehmen und mitzusprechen. Ein weiterer Vorteil ist, dass der Gemeinderat und der Präsident nicht mehr fremd sind. Ich wäre gegen ein Parlament. Es könnte dadurch viele Einschränkungen geben. Aber letztlich muss das Volk entscheiden.»

Urs Hofer (82) aus Cham.
Bild: Kim Zgraggen

Claudio De Gottardi

«Ich finde Gemeindeversammlungen grundsätzlich ein gutes Instrument der Demokratie. Aber ich gehe eigentlich nicht an die Gemeindeversammlung, weil ich meistens keine Zeit habe oder meine Prioritäten anders setze. Man ist manchmal auch zu wenig darüber informiert – hier könnte man noch ansetzen. Bei einem Parlament stellt sich die Frage: Findet man Personen, die das gerne machen, oder wäre es nicht sinnvoller, die Bürger dazu zu motivieren, an die Gemeindeversammlungen zu gehen? Es wäre ein Ausprobieren.»

Claudio De Gottardi (56) aus Einsiedlen.
Bild: Kim Zgraggen
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