
Die Wolfsrisse vom vergangenen August in Pfäffikon und Einsiedeln sind genetisch bestätigt. DNA-Analysen zeigen, dass bei zwei der drei Ereignisse Wölfe aus dem Chöpfenbergrudel beteiligt waren. Einer der identifizierten Wölfe hat das Rudel inzwischen offenbar verlassen und könnte zum im Sommer festgestellten Wolfspaar bei Alpthal gehören, wie das Amt für Wald und Natur des Kantons Schwyz mitteilt.
Am 20. August waren in Pfäffikon zwölf Schafe gerissen worden. Die DNA-Spuren konnten dem Wolf M107 zugeordnet werden. Dabei handelt es sich um den Leitwolf des Chöpfenbergrudels. Er wurde 2019 erstmals im Wallis genetisch nachgewiesen und hält sich seit 2021 im heutigen Streifgebiet auf. Bis zum Riss in Pfäffikon sei er unauffällig gewesen, schreibt das Amt weiter. Der Angriff ereignete sich innerhalb des bekannten Rudelterritoriums.
Bei einem Riss am 22. August in der Albegg bei Einsiedeln, bei dem eine Ziege betroffen war, wurde der Wolf M586 nachgewiesen. Dieser stammt aus dem ersten Wurf des Chöpfenbergrudels von 2025. Zuletzt war er im März mittels einer Kotprobe in Vorderthal dokumentiert worden.
Nun zeigt sich, dass M586 das bisher bekannte Streifgebiet verlassen hat. Aufgrund der Lage des Risses hält es der Kanton für plausibel, dass der Wolf zu jenem Wolfspaar gehört, das im Juli bei Alpthal festgestellt worden war.
Unklar bleibt dagegen, welcher Wolf am 30. August im Gebiet Haltli bei Einsiedeln vier Schafe riss. Zwar bestätigte die DNA-Analyse einen Wolf als Verursacher, eine individuelle Bestimmung war jedoch nicht möglich.
Genetische Untersuchungen erlauben es, einzelne Wölfe zu identifizieren und ihre Herkunft sowie Wanderungen nachzuverfolgen. Die Analysen wurden von der Universität Lausanne durchgeführt. Der Kanton bittet darum, Kadaver nach einem Riss nicht zu berühren, damit mögliche DNA-Spuren nicht beeinträchtigt werden.

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