Vereidigung

Die Kapo Schwyz hat 14 neue Polizisten

In der Kollegiumskirche Maria Hilf in Schwyz fand am Freitag die feierliche Vereidigung von sechs Polizistinnen und acht Polizisten statt, die damit offiziell in das Schwyzer Polizeikorps aufgenommen wurden. 
Gruppenfoto nach der Vereidigungsfeier.
Bild: Kapo Schwyz

Der Kommandant der Kantonspolizei, Bruno Suter, begrüsste die neuen Korpsmitglieder im Rahmen einer Ansprache herzlich. Ebenfalls zu den Anwesenden sprach Regierungsrat Xaver Schuler in seiner Funktion als Vorsteher des Sicherheitsdepartements, welcher im Anschluss die Vereidigung vornahm und den Eid abnahm.

Die neu vereidigten Polizistinnen und Polizisten blicken auf eine zweijährige, intensive und fordernde Ausbildung zurück. Diese umfasste im ersten Jahr den Besuch der Interkantonalen Polizeischule Hitzkirch sowie im zweiten Jahr eine korpsinterne Ausbildung, die alle Beteiligten erfolgreich abschlossen.

Im Anschluss an die feierliche Zeremonie wurden insgesamt 23 Angehörige des Korps in ihrem Dienstgrad befördert. Zudem konnten elf Kolleginnen und Kollegen ihre Diplome entgegennehmen, nachdem sie den internen Lehrgang zum Polizei-Sachbearbeiter 2 erfolgreich absolviert hatten.

Die Ausbildung an der Interkantonalen Polizeischule Hitzkirch, kurz IPH, hat in den letzten Jahren eine tiefgreifende Wandlung durchlaufen. Seit der grossen Reform im Jahr 2019 dauert die Grundausbildung für Polizistinnen und Polizisten in der gesamten Schweiz einheitlich zwei Jahre. Das erste Jahr verbringen die Aspiranten primär in der Schule in Hitzkirch, während das zweite Jahr der praktischen Anwendung im jeweiligen Korps gewidmet ist. Dieser neue Rhythmus unterscheidet sich massiv von der früheren Ausbildung, die oft nur ein Jahr oder in noch weiter zurückliegender Zeit sogar nur wenige Monate dauerte und deutlich weniger modular aufgebaut war.

Früher war die Polizeiausbildung stark militärisch geprägt. Es herrschte ein strenger Drill vor, bei dem physische Kraft und der Gehorsam gegenüber Befehlen im Zentrum standen. Die Vermittlung von Wissen erfolgte meist in isolierten Fächern, die wenig Bezug zueinander hatten. Heute verfolgt Hitzkirch einen kompetenzorientierten Ansatz. Das bedeutet, dass nicht mehr nur das Auswendiglernen von Gesetzestexten im Vordergrund steht, sondern die Fähigkeit, dieses Wissen in komplexen, stressigen Situationen richtig anzuwenden. Das Bild des Polizisten hat sich vom reinen Ordnungshüter zum modernen Dienstleister entwickelt, der als Allrounder in der Lage sein muss, deeskalierend und psychologisch geschickt zu agieren.

In den rund 1175 Lektionen, die in Hitzkirch absolviert werden, nehmen Fächer wie Polizeipsychologie, Menschenrechte und Berufsethik einen zentralen Platz ein. Die angehenden Polizisten lernen intensiv, wie sie mit schwierigen Personengruppen kommunizieren und Konflikte verbal lösen können, bevor sie körperliche Gewalt anwenden müssen. Ein weiterer grosser Block ist die Kriminalistik und die digitale Transformation. Da sich Verbrechen zunehmend ins Internet verlagern, gehört die Sicherung digitaler Spuren heute zum Grundhandwerk. Auch das klassische Handwerk wie Rapportlehre, Funkwesen und natürlich das Recht bleiben bestehen, werden aber viel stärker vernetzt unterrichtet. gh

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