«Wir verabschieden uns und sagen Dankeschön», heisst es auf der Webseite des «Rigi Anzeigers» in einem grossen schwarzen Balken. Dann, im Klartext: «Der Rigi Anzeiger wird ab sofort eingestellt, auch online.» Zahlreiche Gespräche und Spendenaufrufe hätten das Unvermeidbare nicht abwenden können.
Anfang Oktober hatte der Verleger Roland Gerber schwindende Inserat-Einnahmen als Grund für die vorübergehende Einstellung der gedruckten Ausgabe in einer Mitteilung genannt. Er äusserte sich aber gegenüber anderen Medien pessimistisch, bei einer älteren Leserschaft mit der Online-Ausgabe noch Einnahmen generieren zu können.
Gerber hatte fünf Mitarbeiter auf der Lohnliste. Eine Stellungnahme des Verlegers war nicht erhältlich. Wenn man die Telefonnummer des «Rigi Anzeigers» mit Sitz in Inwil wählt, nimmt niemand ab. Eine Mailanfrage an Redaktion und Verlag blieb bis jetzt unbeantwortet.
Der Rigi Anzeiger hatte laut eigenen Angaben eine WEMF-beglaubigte Auflage von 36 185 Exemplaren mit 40 000 Leserinnen und Lesern. Er wurde jeweils am Freitag von der Post in alle Briefkästen im Luzerner Rontal und im Zuger und Schwyzer Rigiland verteilt. (mbe)

Kommentare
Bitte beachten Sie unsere Richtlinien, die Kommentare werden von uns moderiert.
Zu diesem Thema wurden noch keine Kommentare geschrieben.