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Kanton Schwyz

Der Rekord mit 585 Hirschen wird kaum mehr erreicht

Am 1. September beginnt die Hochwildjagd. Pünktlich zum Jagdbeginn hat das Bafu die Datenbank über Wildtiere und Jagd aktualisiert.
Allein aufgrund der in der Eidgenössischen Jagdstatistik abgebildeten Daten können keine verlässlichen Rückschlüsse auf den Zustand des Rotwildbestandes gemacht werden.
Bild: Benno Schönbächler

Das Bundesamt für Umwelt (Bafu) hat die Datenbank über Wildtiere und Jagd aktualisiert. Dies heisst es in einer Mitteilung. Der Trend der letzten Jahre setzt sich laut Mitteilung fort: Sowohl die Anzahl der Jagdausübenden als auch die Anzahl der erlegten Wildhuftiere ist in den letzten Jahren weitgehend stabil geblieben. Schweizweit wurden etwas weniger Gämsen (9780) erlegt, dafür war die Jagdstrecke bei den Wildschweinen wieder höher (11’515). Im Jagdjahr 2024 erlegten in der Schweiz rund 30’000 Jäger und 1440 Jägerinnen 77’325 Wildhuftiere (Reh, Rothirsch, Gams und Wildschwein) sowie 23’565 Raubtiere (Rotfuchs, Dachs, Baummarder und Steinmarder).

Auf der Datenplattform www.jagdstatistik.ch können die Daten für einzelne Kantone, Tiere und Jahre ausgewertet werden. So zeigt der Kanton Schwyz in den vergangenen Jahren deutlich steigende Zahlen an erlegten Hirschen. Zudem ist belegt, dass der Hirsch in der Mitte des vergangenen Jahrhunderts in den Kanton zurückgekehrt ist und die Population seither stets steigt. Während die Gämse nie ausgestorben war, sind die ersten Schwyzer Rehe im Ersten Weltkrieg erlegt worden, der Bestand ist in den 60er-Jahren deutlich gestiegen. Bei Reh und Gämse sind die Zahlen heute stabil, allerdings bei den Gämsen in der Tendenz eher rückläufig.

Da Wildtiere aber schwer zu zählen sind und Bestandesentwicklungen von zahlreichen Faktoren abhängen, können allein aufgrund der in der Eidgenössischen Jagdstatistik abgebildeten Daten keine verlässlichen Rückschlüsse auf den Zustand der Wildtierarten getätigt werden. 

Schwyzer Jagd ab 1. September

Die Zahlen des vergangenen Jahres 2024 dürften bei den Hirschen in der kommenden Hochjagd, die am 1. September beginnt, nicht mehr erreicht werden: Während im vergangenen Jahr die Hirschstiere am 6. September offen waren, fällt diese Regelung nun weg. Die Jäger müssen somit erst drei Stück Kahlwild (ohne Geweih) erlegen, damit sie die Erlaubnis zum Abschuss eines Stieres erhalten. Im vergangenen Jahr haben die Jäger 585 Stück erlegt – das Abschussziel wurde damit um 31 Tiere übertroffen. Für die kommende Jagd wurden 525 Hirsche freigegeben.

Ebenfalls während der Hochwildjagd können Gämsen erlegt werden, für die kommenden Jagdsaison wurden 350 Stück freigegeben. Für die ab Oktober beginnende Niederjagd wurden für jeden Jäger drei Rehe freigegeben. Dies war in der vergangenen Jahren schon so, 2024 wurden 934 Rehe erlegt.

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