Der Name leitet sich übrigens vom Dialektwort Mäuder ab, was einen männlichen Kater bezeichnet. Trotz des Namens verkleiden sich die Teilnehmenden nicht als Katzen, sondern präsentieren eine grosse Vielfalt an aufwendigen Kostümen und Sujets. Ein zentrales Element des Balls ist die Maskenprämierung, bei der Kreativität und Originalität im Vordergrund stehen. Vollständig verkleidete Gäste profitieren zudem von einem vergünstigten Eintrittspreis.
Bei der Ausgabe vom Freitag besuchten rund 1500 Personen das Festgelände, das sich über sechs verschiedene Lokalitäten erstreckte. Dazu gehörten unter anderem das Kultur- und Kongresszentrum Zwei Raben sowie die Bars Doc Holliday’s und CC Rider. Hochbetrieb herrscht auch in der Ü-30-Bar. Im Rahmen der Maskenprämierung wurden Preisgelder in der Gesamthöhe von 6000 Franken vergeben.
Bei den Einzelmasken gewann eine detailgetreue Darth-Maul-Verkleidung, während bei den Paaren Fallschirmjäger mit grossen, selbst gebastelten Schirmen siegten. Die Gruppe McMäuder, die während des Abends ganze Burger heranzauberte, wurde als beste Kleingruppe ausgezeichnet. In der Kategorie der Grossgruppen gewann das Sujet Silikon statt Babyphone, bei dem eine Frauengruppe das Thema Schönheitsoperationen aufgriff.
Insgesamt 41 Einzelmasken, Paare und Gruppen stellten sich der Jury. Die Goldmäuder schreiben in einer Medienmitteilung: «Die verstärkte Teilnahme an der Maskenprämierung machte sich auch zeitlich bemerkbar. Die verkleideten Hudis erschienen in diesem Jahr früher, um ihre Kostüme in allen sechs Lokalitäten der Jury zu präsentieren. Entsprechend verteilte sich der Besucherstrom früher als in den Vorjahren.»
Für Sebastian Oechslin war es der letzte Mäuderball als OK Präsident. Er übergibt das Amt in jüngere Hände, zieht ein sehr positives Fazit und wagt einen Blick in die Zukunft: «Der Ball lebt und er entwickelt sich weiter. Die starke Fokussierung auf die Maskenprämierung ist ein richtiges und wichtiges Signal für die Fasnacht. Sie fördert Kreativität, steigert die Qualität des Anlasses und hebt den Mäuderball klar von vergleichbaren Veranstaltungen ab. Dass in diesem Jahr sogar nationale Medien nach Einsiedeln kamen, um das fasnächtliche Treiben festzuhalten, zeigt, welches Potenzial im Mäuderball steckt. Die Basis ist gelegt, um in Zukunft noch grössere Zahlen an Hudis anzulocken.», wird Oechslin in der Mitteilung zitiert.


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