An diese Meldung hat man sich mittlerweile gewöhnt: Nach heftigen Regenfällen geben die Bewegungssensoren im Gefahrenhang Gumpisch zwischen Sisikon und Flüelen an. Der Axen wird jeweils umgehend gesperrt, bis Geologen die Lage beurteilen können. Das war auch beim Unwetter am Montagabend nicht anders.
Aber: Dieses Mal kam im Gumpisch tatsächlich Material. Kurz darauf ging ein Murgang im Raum Schiferenegg zwischen Brunnen und dem Dorf Sisikon auf die Strasse nieder. Ein Abschleppwagen wurde um 22.30 Uhr beim Wolfsprung gesichtet, an Bord ein verschlammtes Auto. Der PW war an der Axenstrasse durch einen der mehreren Murgänge in Mitleidenschaft gezogen worden. Bilder vom Montagabend zeigen eine Schlammsuppe bei der Galerie Schiferenegg.
Seit der Nacht ist Sisikon mit dem Fahrzeug nicht mehr erreichbar, sondern nur noch mit dem Zug. So kam es gestern Abend, dass mehrere Automobilisten in Sisikon mit ihren Wagen gestrandet waren. Das Hotel-Angebot für Touristen ist im Dorf beschränkt. Als Alternative konnte Sisikon mit der SBB verlassen werden, das Auto musste aber zurückbleiben.
Am Montagabend wurde die Feuerwehr Stützpunkt Schwyz aufgeboten. Sie leitete beim Wolfsprung den Transitverkehr zurück. In den Morgenstunden übernahm ein privater Sicherheitsdienst diese Aufgabe.
Am Dienstagmorgen strahlte wieder die Sonne. Ideale Voraussetzungen für einen Reko-Flug mit dem Helikopter, dieser war auf 8 Uhr terminiert. Nach dem Mittag dann die Meldung: Die Strecke zwischen Flüelen und Sisikon konnte auf 14 Uhr wieder freigegeben werden. Der Abschnitt der Axenstrasse zwischen Brunnen und Sisikon bleibt aber gesperrt, Dauer unbestimmt.
Doppelt Pech hat Riemenstalden. Dort blockieren Murgänge die Kantonsstrasse hinunter nach Sisikon. Laut Gemeindepräsident Karl Betschart musste abgewartet werden, bis die Axenstrasse wieder frei war. «Erst dann kommen die Maschinen für die Räumung.» Entlang des ganzen Riemenstaldnertals haben die Seitenbäche Material auf die Strasse gespült. Konkret muss an fünf Orten geräumt werden. «So stark sind die Bäche seit 20 bis 30 Jahren nicht mehr gekommen», sagt Betschart.









Kommentare
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Und dort im Gumpisch - siehe die Filme im Internet - dort führt die neue Axen Straße nicht im Tunnel. Etwas hohl dort eine offene Strassenführung mit Galerie zu erstellen. "Dümmer geht's nümmä"