Wo denn sonst, die Idee ist in Kalifornien gross geworden. Jetzt fasst Coworking auch in Europa zusehends Fuss. In den grösseren Städten werden Gemeinschaftsbüros eingerichtet. Jeder kann sich hier einmieten, jeder macht sein eigenes Ding, profitiert aber dennoch voneinander. Man arbeitet am Laptop, schwätzt, stellt Fragen, findet Antworten und Partner für neue Projekte.
Coworking Spaces gibt es mittlerweile in allen Grössen. In Zürich steht etwa der mächtige Technopark mit 47 000 Quadratmetern oder der Impact Hub mit drei Standorten in der Stadt.
Kleiner und vielleicht sogar feiner wird der Coworking Space Allmeind in Schwyz. Die Initiantinnen Simona Schuler und Regula Gassmann stellen in einer Versuchsphase zwei Arbeitsplätze samt Besprechungstisch und Lagerfläche zur Verfügung.
Die beiden haben in den letzten Monaten auswärtige Gemeinschaftsbüros besucht und fleissig Ideen gesammelt. Läuft alles rund, startet im Frühling der reguläre Betrieb.
Das Allmeind-Angebot richtet sich nicht nur an Freischaffende und kleine Startups. «Willkommen sind alle Interessierten, die sich für die Idee begeistern können», so Regula Gassmann. Ein solches Büro der Zusammenarbeit lebt ja gerade von seiner Vielseitigkeit, vom gesunden Mix an den Arbeitspulten.
Eine Umfrage habe aufgezeigt, dass man auf dem richtigen Weg sei. Gassmann: «Über ein Viertel der Befragten konnten sich vorstellen, im Coworking Space zu arbeiten.» Grosser Wunsch der Befragten: gute Erreichbarkeit mit dem Auto und dem öffentlichen Verkehr.
Das war letztlich der Grund, das Vorhaben im Kantonshauptort an der Strehlgasse zu realisieren, eingemietet in einem Webdesign-Geschäft. Das Allmeind Coworking soll auch ein Beitrag sein, den Flecken Schwyz zu beleben. Gerade in unserer Region pendeln viele Berufstätige auswärts zur Arbeit. Ein erfolgreicher Coworking Space könnte da Gegensteuer geben.
Geri Holdener

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