Kopf der Woche

Corinne Suter: «Dass ich extrem stur sein konnte, ärgerte meine Eltern am meisten»

Corinne Suter ist «Kopf der Woche». Kürzlich feierte die Schwyzer Skirennfahrerin ihren sechsten Weltcup-Sieg. Sie startet dieses Wochenende am Weltcup-Final in Kvitfjell.
Corinne Suter ist der «Kopf der Woche».
Bild: Keystone

Über welche kleine Alltagssache freuen Sie sich unverhältnismässig stark?

Über ein Glas Milch am Morgen. So ein einfacher, kleiner Genuss gibt mir Energie und startet den Tag gleich positiv.

In welchem Moment haben Sie sich zuletzt so richtig lebendig gefühlt?

In den letzten Sekunden vor dem Start eines Rennens, wenn das Adrenalin steigt und ich spüre, dass es gleich losgeht. Dann fühle ich mich völlig lebendig und fokussiert.

Was macht Sie hässig?

Wenn Menschen respektlos oder unfair miteinander umgehen. Teamgeist und Respekt sind im Sport und im Leben extrem wichtig.

Das ist der «Kopf der Woche»

Der «Bote der Urschweiz» kürt jeden Freitag einen «Kopf der Woche». Dabei handelt es sich um Schwyzer Persönlichkeiten, die in der aktuellen Woche einen besonderen Einfluss hatten, einen Erfolg feierten oder sich für ein wichtiges Projekt einsetzten.

Wenn Sie Ihrem 16-jährigen Ich einen einzigen Satz sagen dürften, welcher wäre das?

Hab Geduld – harte Arbeit zahlt sich irgendwann aus.

Welche Gewohnheit würden Sie am liebsten von heute auf morgen ablegen?

Meinen Perfektionismus. Er hilft mir zwar im Sport sehr, manchmal wäre es aber schön, Dinge einfach ein bisschen leichter zu nehmen.

Welchen Gegenstand würden Sie nie freiwillig weggeben?

Meine Olympia-Goldmedaille. Diese bedeutet mir unglaublich viel.

Über welche Ihrer Eigenschaften haben sich Ihre Eltern früher am meisten geärgert?

Mmmh … Ich würde mal sagen, dass ich extrem stur sein konnte. Wenn ich mir etwas in den Kopf gesetzt hatte, wollte ich es unbedingt durchziehen.

Wann waren Sie das letzte Mal so richtig stolz auf jemanden?

Meine Mutter hat vor zwei Monaten mit dem Rauchen aufgehört. Ich finde es beeindruckend, wie stark sie das bis jetzt durchgezogen hat.

Was tun Sie, wenn Sie sich selbst wieder in gute Laune bringen müssen?

Raus in die Natur gehen oder mich bewegen. Sport hilft mir fast immer, den Kopf freizubekommen.

Sie konnten kürzlich Ihren sechsten Weltcupsieg feiern. Was bedeutet das für Sie?

Sehr viel. Jeder Sieg zeigt mir, dass sich die harte Arbeit lohnt und ich auf dem richtigen Weg bin.

Zuletzt schauten sehr tolle Ergebnisse heraus. Was hat es aus Ihrer Sicht nach Ihrer Verletzung im Dezember nun gebraucht, dass sich der Knoten gelöst hat und Sie wieder befreit auffahren können?

Geduld, Vertrauen in meinen Körper und viele Trainingskilometer. Schritt für Schritt kam das Gefühl zurück, und irgendwann fährt man wieder freier.

Zur Person

Geburtsdatum: 28. September 1994

Beruf: Skirennfahrerin

Wohnort: Flüelen

Lieblingsgericht: Cordon bleu, Älplermagronen

Lieblingsfilm: «Titanic»

Lieblingsapp: Whatsapp

Lieblingsferienort: Berge oder Meer

Lieblingstier: Katze und Pferd

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