Am Mittwochmorgen, kurz vor 10 Uhr, konnte eine Patrouille der Zuger Verkehrspolizei beobachten, wie auf der Autobahn A4 zwischen Küssnacht und Rotkreuz eine Eisplatte vom Dach eines Sattelmotorfahrzeugs auf die Fahrbahn fiel. Daraufhin wurde das Fahrzeug von der Autobahn geleitet, gestoppt und kontrolliert. Das teilte die Zuger Polizei mit.
Dabei stellten die Einsatzkräfte fest, dass sich auf dem Blachenverdeck mehrere Eisplatten befanden. Diese hatten teilweise eine Dicke von 5 cm sowie ein Gesamtgewicht von rund 53 Kilogramm.
Die Zuger Polizei weiter: «Der ungarische Chauffeur wird zuhanden der Staatsanwaltschaft des Kantons Zug verzeigt und musste eine Bussenkaution in der Höhe von mehreren hundert Franken hinterlegen. Weiter musste er vor der Weiterfahrt, unter Mithilfe der Polizeipatrouille, die Eisplatten vom Blachenverdeck entfernen.»
Fahrzeuge, die unzureichend oder gar nicht von Schnee und Eis befreit sind, gefährden andere Ver-kehrsteilnehmende. Insbesondere Eisplatten von Lastwagendächern stellen laut der Zuger Polizei «ein ernst zu nehmendes Risiko dar». Durch flatternde Planen oder durch die Erwärmung des Fahrzeuges während der Fahrt können sich die Eisplatten lösen und unkontrolliert vom Fahrzeug fallen. Der Verursacher bemerkt dies häufig überhaupt nicht.
Die Polizei fordert die Chauffeure auf, ihre Sattelzüge und Anhänger vor der Abfahrt von Eis und Schnee zu befreien. Weiter müssen auch Scheiben, Seitenspiegel sowie Lichter von Autos und Lieferwagen frei von Eis und Schnee sein.
Die Fahrt eines Lastwagens mit einer mehreren Zentimeter dicken Eisplatte auf dem Dach ist äusserst gefährlich. Während der Fahrt kann sich das Eis durch Wind oder Bremsmanöver lösen und mit hoher Geschwindigkeit auf andere Verkehrsteilnehmer stürzen. Dies stellt ein erhebliches Risiko für die anderen Fahrzeuge dar, die auf der Autobahn mit entsprechend hohem Tempo unterwegs sind. Es liegt auf der Hand, dass das herabfallende Eis schwere Unfälle und Verletzungen verursachen kann. gh



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