In der Nacht auf Dienstag gingen bei der Kantonspolizei Schwyz um 0.40 Uhr mehrere Meldungen ein, dass ein Gebäude an der Grotzenmühlestrasse in Einsiedeln brenne. Die Schwyzer Polizei teilte am Morgen mit: «Als die ersten Einsatzkräfte der Stützpunktfeuerwehr Einsiedeln am Brandort eintrafen, drangen bereits meterhohe Flammen aus dem in Vollbrand stehenden Gebäude.» Die Feuerwehrleute konnten den Brand rasch unter Kontrolle bringen und löschen. Das Haus wurde durch die Flammen komplett zerstört.
Zum Zeitpunkt des Brandes befanden sich keine Personen im Vereinshaus. Es wurde niemand verletzt. Die Brandursache steht zurzeit noch nicht fest und wird durch den Kriminaltechnischen Dienst der Kantonspolizei Schwyz abgeklärt. Die entsprechenden Ermittlungen wurden aufgenommen. Das Haus gehört dem Skiclub Einsiedeln. Im Innern befand sich unter anderem ein Materiallager.
Update 16 Uhr
Eine weitere Mitteilung der Kapo Schwyz: «Im Rahmen der laufenden Ermittlungen liegen Hinweise vor, dass sich am Montagabend Personen in der Nähe des späteren Brandobjekts aufgehalten haben.» Personen, die sich zu dieser Zeit in diesem Bereich befanden oder Angaben zu Personen oder Fahrzeugen in der Umgebung des Vereinshauses machen können, werden gebeten, sich bei der Kantonspolizei Schwyz unter Telefon 041 819 29 29 zu melden. «Auch vermeintlich unbedeutende Beobachtungen können für die Ermittlungen von Bedeutung sein», so die Polizei weiter.
In der Zeitspanne zwischen den beiden Meldungen haben die Brandermittler der Kantonspolizei Schwyz mit grosser Wahrscheinlichkeit die Brandruine vor Ort genauer untersucht und dabei konkrete Hinweise auf eine Fremdeinwirkung oder Brandstiftung gefunden. Direkt nach dem Löschen des Feuers gibt die Medienstelle der Polizei meist nur eine erste, rein sachliche Information heraus, die den Einsatz, den Sachschaden und allfällige Verletzte beschreibt. Die eigentliche Arbeit der Spezialisten des Forensischen Dienstes beginnt erst, wenn das Gebäude abgekühlt und sicher betretbar ist.
Bei dieser ersten kriminaltechnischen Untersuchung am Brandort könnten die Ermittler beispielsweise Spuren von Brandbeschleunigern entdeckt, mehrere unabhängige Brandausbruchsstellen lokalisiert oder gar Einbruchspuren an Fenstern oder Türen festgestellt haben. Auch erste Abklärungen im Umfeld oder die Auswertung von privaten Überwachungskameras in der Nachbarschaft könnten den dringenden Verdacht erhärtet haben, dass sich kurz vor oder während des Feuers unbefugte Personen auf dem Areal aufhielten, was einen technischen Defekt als Ursache unwahrscheinlich macht.
Sobald sich der Verdacht auf ein Delikt wie Brandstiftung oder auf ein strafbares, fahrlässiges Verhalten erhärtet, reagiert die Polizei umgehend. Da die Erinnerungen von Nachbarn, Passanten oder Autofahrern an verdächtige Geräusche, ungewöhnlich geparkte Fahrzeuge oder flüchtende Personen in den ersten Stunden nach dem Vorfall noch am frischesten sind, wird in solchen Momenten rasch ein gezielter Zeugenaufruf nachgeschoben. Die Ermittler erhoffen sich dadurch entscheidende Beobachtungen aus der Bevölkerung, um den genauen Ablauf vor dem Brandausbruch rasch rekonstruieren zu können.




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