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Rigi-Kaltbad

Bei diesem Nachtessen muss man schwindelfrei sein

Der Gewerbeverein Rigi hat zur 6. Rigi-Tavolata eingeladen. Wer eines der begehrten 60 Tickets ergattern wollte, brauchte aber viel Glück. Denn die Plätze am schönsten Tisch der Schweiz beim Felsenweg auf der Rigi sind sehr begehrt.
Der Erlös der zehn ersteigerten Tickets ging als Spende an die Rigischule.
Bild: Sarah Zimmermann
Ein köstliches und exzellentes 5-Gang-Menü erwartete die Gäste.
Bild: Sarah Zimmermann
In schwindelerregender Höhe und auf schmalem Weg wurde das Essen serviert.
Bild: Sarah Zimmermann
Das Wetter meinte es gut: Strahlender Sonnenschein und hohe Temperaturen erwarteten die Gäste.
Bild: Sarah Zimmermann
Die Zubereitung fand vor Ort auf dem Felsenweg statt, auch für die Köche ein ungewohnter Arbeitsplatz.
Bild: Sarah Zimmermann
Das Auge wurde verwöhnt, nicht nur die Aussicht sah hervorragend aus.
Bild: Sarah Zimmermann
Das Dessert wurde pünktlich zum Sonnenuntergang serviert.
Bild: Sarah Zimmermann
Auf dem unteren Firstweg startete der Abend mit einem Apéro.
Bild: Sarah Zimmermann
Die 6. Rigi-Tavolata mit dem schönsten Tisch der Schweiz auf fast 1400 Metern Höhe.
Bild: Sarah Zimmermann

Die kulinarische Reise der Gäste begann am Freitagabend in Vitznau. Mit der Rigibahn ging es aufwärts bis Kaltbad, von da gelangte man mit einem kurzen Fussmarsch zum unteren Firstweg. Mit einem kleinen Apéro wurden die Gäste oberhalb des Vierwaldstättersees begrüsst und konnten sich auf den kulinarischen Höhenflug einstimmen.

Der nächste Stopp war der Felsenweg, wo ein langer Tisch auf die Gäste wartete. Es wurde ein 5-Gang-Menü der Extraklasse serviert. Von geräucherten Felchen und Gazpacho zu einem Stundenei auf Blumenkohlschaum ging es über zum Hauptgang: Hacktätschli und Polenta.

Der krönende Abschluss war ein wahnsinnig leckeres Dessert mit Holunderrahmglace, Beerenkompott und Cheesecakecreme. Die Köche des Kräuterhotels Edelweiss zauberten mit Zutaten frisch aus dem Kräutergarten. Die Gäste waren begeistert.

Die Rigi-Tavolata findet nur einmal im Jahr statt. Der Aufwand ist riesig, die Wege sind schmal. Das Essen muss mit einem Hand-Wagen hingebracht und aufgewärmt werden. Doch der Ausblick und der Sonnenuntergang sind einmalig, und der Aufwand hat sich gelohnt. Die freiwilligen Helferinnen und Helfer sind begeistert vom Anlass und freuen sich: «Wir sind die einzigen, die jedes Jahr am Anlass teilnehmen dürfen.» Ein Privileg, welches sie sich verdient haben. Der Service, die Stimmung, die Freundlichkeit. Alles an diesem Abend befand sich auf einem Höhenflug.

Wer am Freitag an der Tavolata auf der Rigi teilnehmen wollte, musste sich früh bewerben. Fast 5000 Personen wollten eines der 60 begehrten Tickets ergattern. In einem Losverfahren wurden die Plätze zugeteilt, die Chancen sind jeweils gering. Wolfram Schneider vom Gewerbeverein Rigi meinte hierzu: «Es geht uns nicht ums Geld, die rund 30 Helfenden arbeiten ehrenamtlich. Das ist immer noch ein Wanderweg.» Die Plätze sind nicht käuflich. In diesem Jahr konnten zehn Tickets ersteigert werden. Der Erlös von 5500 Franken wird an die Rigischule gespendet. Mit dem weiteren Geld würden Spielplätze auf der Scheidegg und Kaltbad ein Upgrade erhalten.

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