Wenn in diesen Tagen auf 3+ die neue Staffel der Serie «Bauer, ledig, sucht…» beginnt, ist zwar kein neuer Bauer aus der Region dabei. Doch die Sendung wird sicher wieder einiges an skurrilen Szenen zu bieten haben.
Eine, die sicher genau hinschaut, ist Yvonne Gähwiler. Sie hat im vergangenen Sommer als Hofdame eine Woche mit Köbi Fuchs in Feusisberg verbracht, das Bauernleben näher kennengelernt und auch hinter die Kulissen der Fernsehsendung gesehen. Schon im Herbst wurde aber klar, dass Yvonne und Köbi eine Beziehung pflegen, die eher freundschaftlicher Art ist. «Ich bin aktuell in einem Teilzeitpensum bei Köbi angestellt und mache den Haushalt», erklärt Yvonne.
«Bauer, ledig, sucht…» geht ihr aber nicht aus dem Kopf. Aufmerksam hat sie die Porträts der Bauern der neuen Staffel angeschaut. «Da wäre schon jemand dabei, den ich gerne näher kennenlernen möchte», sagt sie. Denn sie hegt weiter Hoffnung auf eine dauerhafte Partnerschaft.
Noch keine zweite Chance
Allerdings durfte sich Yvonne für die neue Staffel nicht als mögliche Partnerin für neue Bauern anmelden. Ein entsprechender Vertrag mit dem Fernsehsender 3+ verbietet dies. Sollte ein Bauer nach den ersten Dreharbeiten aber wieder alleine dastehen, hat Yvonne allenfalls eine zweite Chance.
Ob es soweit kommt, ist offen. Vor wenigen Tagen haben Yvonne und Köbi zwar den ersten Jahrestag ihrer Freundschaft begangen. Doch die Lage ist verzwickter denn je. «Ich weiss im Moment absolut nicht, ob und wie es mit Köbi weitergehen soll», sagt Yvonne. Denn mittlerweile ist sie nicht einfach als Frau und Partnerin zu haben, sondern nur «im Dreierpack» mit ihrer 19-jährigen Tochter, die auf Hilfe angewiesen ist, und deren einmonatigem Baby. «Vom Platz her könnten wir zwar auf dem Hof bei Köbi wohnen, und Köbi würde auch zu uns stehen. Aber sein Vater leistet grossen Widerstand. So kann ich auf Dauer nicht bei Köbi auf dem Hof bleiben.»
«Endlich Frieden finden»
Yvonne hat sich deshalb auf dem Wohnungsmarkt der Region umgesehen, denn sie würde sich gern hier niederlassen. «Mietzinsen von mehr als 2400 Franken liegen für mich nicht drin, und ein Raum ohne eigenes WC und Kochplatte geht auch nicht», sagt sie enttäuscht. Und so pendelt Yvonne weiter zwischen ihrem bisherigen Wohnort im Kanton Bern und der Teilzeitstelle in Feusisberg hin und her.
Yvonne hat in ihrem Leben schon viele schwierige Situationen überstanden und immer wieder Arbeit und einen Ausweg gefunden. Auch jetzt möchte sie einen Neuanfang machen. «Endlich einmal Frieden finden, gemeinsam mit Tochter und Enkel ein normales Leben führen und eine starke Schulter zum Anlehnen haben», nennt Yvonne ihre Ziele. Doch mit jedem Monat mit all den Problemen und Demütigungen schwindet die Hoffnung mehr. Müde sagt sie: «Ich kann nicht mehr.» fs
(c) March-Anzeiger/Höfner Volksblatt

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