Die Verkehrsmeldung ging am Montagnachmittag um 16.35 Uhr raus. Der Axen sei auf unbestimmte Zeit gesperrt. Man empfahl eine Umleitung über die A2 und A14. Die Rede war von einem Steinschlag im Gefahrengebiet Gumpisch. Unklar war vorerst, ob tatsächlich Material niedergegangen war, oder ob die Sensoren irrtümlich angegeben hatten. Beides ist schon mehrmals passiert.
Je nachdem könnte die Totalsperre nach ein paar Minuten wieder aufgehoben werden, vielleicht aber auch erst nach Stunden, nach einer Inspektion durch Geologen. Rund 20 Minuten nach der Sperrung konnte die Axenstrasse wieder für den Verkehr freigegeben werden. Alles deutet auf einen Falschalarm hin.
Ein möglicher Grund: Nach dem Mittag hat es in der Urschweiz teils intensiv geregnet. Es kommt regelmässig vor, dass der Axen nach Niederschlägen aus Sicherheitsgründen gesperrt werden muss. Zur Verkehrsregelung wurde auch heute, wie üblich, auf der Schwyzer Seite die Feuerwehr Stützpunkt Schwyz aufgeboten. Sie wurde beauftragt, beim Wolfsprung den Verkehr zu regeln.
Das ASTRA (Bundesamt für Strassen) übt eine umfassende und mehrstufige Kontrolle über die Sicherheitslage im Gefahrenhang Gumpisch aus, um die Sicherheit der Verkehrsteilnehmer auf der Axenstrasse zu gewährleisten. Diese Kontrolle basiert auf einem Zusammenspiel aus modernster Überwachungstechnologie, regelmässigen Begehungen und einer engen Zusammenarbeit mit Geologen und Naturgefahrenspezialisten.
Ein zentrales Element der Überwachung ist ein engmaschiges Messnetz im Hangbereich. Dieses umfasst hochpräzise Sensoren wie Extensometer, Neigungssensoren und Geophone, die kontinuierlich Daten über Bewegungen, Verformungen und mögliche Steinschlagereignisse liefern. Diese Daten werden in Echtzeit erfasst und an eine zentrale Überwachungsstelle übermittelt. Bei kritischen Schwellenwerten lösen die Systeme automatisch Alarme aus, die eine sofortige Reaktion ermöglichen.
Ergänzend zur technischen Überwachung führt das ASTRA regelmässige visuelle Inspektionen und Begehungen des Gefahrenhangs durch. Erfahrene Fachleute beurteilen dabei den Zustand der Schutzbauten, identifizieren potenzielle Gefahrenstellen und überprüfen die Wirksamkeit der getroffenen Massnahmen. Diese Begehungen finden in unterschiedlichen Intervallen statt, verstärkt bei oder nach Extremwetterereignissen wie starken Niederschlägen oder Frost-Tau-Zyklen, die die Hangstabilität beeinträchtigen können. gh




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