Heute Samstag, kurz vor 4.45 Uhr, stellten die Überwachungsinstrumente Bewegungen im Bereich Gumpisch südlich von Sisikon fest, die zu Detektionen in den Schutznetzen oberhalb der Axenstrasse führten. Als erste Massnahme musste der Axen laut einer Meldung der Kapo Uri umgehend gesperrt und die Fahrzeuge auf der Strasse gewendet werden. Personen wurden keine verletzt. Strasse und Brücke wurden nach ersten Erkenntnissen nicht beschädigt.
Sobald es die Wetterlage zuliess, wurde die Lage vor Ort durch Fachspezialisten beurteilt. Die Axenstrasse blieb inzwischen aus Sicherheitsgründen für den Verkehr zwischen dem Kreisel Flüelen und der Abzweigung Wolfsprung bis auf Weiteres gesperrt.
Sichergestellt wurden die Zufahrten aus Richtung Süd bis zur Tellsplatte und aus Richtung Nord nach Sisikon und Riemenstalden. Es wurde wie immer über die Verkehrsdienste empfohlen, die Signalisationen zu beachten und die gesperrte Axenstrasse grossräumig via Seelisbergtunnel und Luzern zu umfahren.
Um 8 Uhr dann Entwarnung: «Die Abklärungen zeigten, dass in einem gesicherten Netz ein Stein den Alarm auslöste», teilte die Urner Polizei mit. Eine weitere unmittelbare Gefahr vom Gefahrenhang oben drohte nicht. So konnte die Axenstrasse wieder für den Verkehr freigegeben werden.
Im Einsatz standen das Amt für Betrieb Nationalstrassen, Spezialisten des Bundesamts für Strassen, ein privater Sicherheitsdienst, die Kantonspolizei Schwyz sowie die Kantonspolizei Uri. Für die Verkehrsregelung beim Wolfsprung wurde ausserdem die Feuerwehr Stützpunkt Schwyz aufgeboten.
Am 9. Dezember kam es zu einer weiteren Axensperrung aus dem gleichen Grund. Die Rede war von einem automatisch ausgelösten Steinschlag-Alarm, wie die Verkehrsdienste vermeldeten. Als Umleitung wurde die A2/A14 empfohlen. Für die Verkehrsregelung am Wolfsprung hat man die Feuerwehr Stützpunkt Schwyz aufgeboten. Von Brunnen her war die Zufahrt bis Sisikon möglich.
Unklar war zunächst, wie lange die Sperrung bestehen bleibt. Im Idealfall kann der Abschnitt jeweils nach einer ersten Inspektion durch die Urner Polizei wieder freigegeben werden. Das war heute nicht der Fall. Offenbar braucht es im betroffenen Gefahrenhang Gumpisch weitere Abklärungen durch Geologen. Am Samstagabend war es nass und windig. Das erschwerte die Abklärungen. Um 22.30 Uhr ging die Verkehrsmeldung raus, dass die Axenstrasse bis mindestens Sonntagmorgen, 9 Uhr, gesperrt bleibt. Am Sonntagmorgen hiess es dann, der Axen bleibe «bis auf Weiteres» zu. Vor 10 Uhr konnte dann die Strecke wieder für den Verkehr freigegeben werden. gh

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