Wer kennt die Redensart nicht – gebräuchlich, wenn es einem gesundheitlich oder finanziell nicht gut geht. Ein möglicher Ursprung der Redewendung wird in eingeschnitzten Jagdhunden auf den Böden von Vorratstruhen gesehen: Wenn die Truhe leer wurde, ist man «auf den Hund gekommen» und hat somit sein Geld oder seinen Vorrat verbraucht.
In unserem Wortschatz kommt der Hund vielfach schlecht weg: Hundswetter, hundsmiserabel sind weitere Beispiele. Auch im Kanton Schwyz wird der Hund nicht auf Händen getragen, jedenfalls nicht in der Politik. Derzeit steht wieder das Hundegesetz im Fokus. Gefühlt alle drei bis vier Jahre gibt es im Kantonsrat Vorstösse oder Gesetzesänderungen dazu. Derzeit sind es Präzisierungen zu Leinenpflicht und zur Hundeerziehung.
Der eigentliche Aufreger ist jedoch die generelle Leinenpflicht im öffentlichen Bereich, an welcher der Kanton Schwyz als einer von wenigen Kantonen festhält. Ein zweischneidiges Schwert, zu dem wohl jeder seine eigene Meinung hat. Trotzdem wage ich, zu diesem Thema einige Gedanken zu schreiben.
Der Hund ist unbestritten ein Bewegungstier. Eine generelle Leinenpflicht widerspricht somit dem Wesen des Tieres. Viele Hundehalter haben schlicht nicht die Möglichkeit, ihrem Tier den nötigen Freilauf zu geben. Als Halter wird man quasi gezwungen, zum Wohl des Tieres das Gesetz zu brechen, trotzdem hält der Kanton voraussichtlich an der Pflicht fest.
Als Kantonsrat habe ich eine klare Meinung und stehe zur Leinenpflicht. Als Privatperson gehe auch ich mit dem Hundegesetz etwas lascher um. So bekommt unser Hund rund um den Hof nicht nur zum Viehtrieb etwas Freilauf. Auch die Nachbarn vom nahen Quartier riskieren bei mir keine Zurechtweisung, wenn sie ihren Hund auf der Runde frei laufen lassen.
Wichtig für mich als Landwirt ist, dass der Hund seinem Halter folgt, der Kot richtig aufgenommen und entsorgt wird und der Halter ein Verständnis für unsere landwirtschaftliche Arbeit aufbringt.
Mit dem nötigen Respekt und Augenmass geht auch ein gutes, positives Miteinander, ob mit oder ohne Hund.
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