Kopf der Woche

Annette Windlin: «Über mein freches Mundwerk haben sich meine Eltern früher geärgert»

Während der nächsten sechs Wochen wird das Morgartenspektakel gezeigt. Ein spannendes, aktuelles, ironisches Freilichtspiel über eine Gemeinde in Aufruhr. Annette Windlin führt Regie.
Annette Windlin.
Bild: zvg

Über welche kleine Alltagssache freuen Sie sich unverhältnismässig stark?

Es ist keine kleine Sache. Aber ich freue mich sehr, dass mein Partner mich immer bekocht.

In welchem Moment haben Sie sich zuletzt so richtig lebendig gefühlt?

Ich fühle mich immer lebendig. Aber vor einer grossen Premiere noch etwas mehr.

Wenn Sie Ihrem 16-jährigen Ich einen einzigen Satz sagen dürften – welcher wäre das?

Werde erwachsen, aber bleibe kindlich verspielt.

Welche Gewohnheit würden Sie am liebsten von heute auf morgen ablegen?

Das Rauchen.

Welchen Gegenstand würden Sie nie freiwillig weggeben?

Je älter ich werde, meine Brille.

Über welche Ihrer Eigenschaften haben sich Ihre Eltern früher am meisten geärgert?

Über mein freches Mundwerk.

Wann waren Sie das letzte Mal so richtig stolz auf jemanden?

Ich bin stolz auf meine Kinder, die alle einen tollen Weg gehen.

Was tun Sie, wenn Sie sich selbst wieder in gute Laune bringen müssen?

Ich bin sehr selten schlechter Laune. Aber wenn ich es denn bin, hilft ein gutes Glas Weisswein.

Heute Abend startet das Morgartenspektakel mit der Premiere. Was wünschen Sie sich für diese Spielsaison am meisten?

Gutes Wetter.

Sie arbeiten auffallend gerne mit Laien. Worin liegt der Reiz?

Es ist wunderbar, mit den Spielerinnen und Spielern, ob erfahren oder Neulinge auf der Bühne, gemeinsam einen Weg zu gehen und diese Menschen möglichst weit zu bringen, sodass sie sich auf der Bühne im besten Licht zeigen können.

Schwyz und die Zentralschweiz sind eine theaterverrückte Gegend. Gibt es dafür einen Grund?

Wir haben in der Zentralschweiz eine langjährige Theatertradition. Das ist der Boden für all die tollen Projekte, die hier entstehen.

Zur Person

Geburtsdatum: 14. Dezember 1960

Beruf: Schauspielerin, Regisseurin und Theaterpädagogin

Wohnort: Luzern

Lieblingsgericht: Ausser Leber esse ich alles gern.

Lieblingsgetränk: Ein gutes, kühles Glas Weisswein

Lieblingsfilm: Im Moment «En fanfare» von Emmanuel Courcol

Lieblingsferienort: Frankreich

Lieblingstier: Einhorn

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