Schwyz

74-Jähriger stürzt am Mythenweg in den Tod

Erneut ein tödlicher Unfall am Mythen. Am Donnerstagnachmittag stolperte ein älterer Berggänger. Am gleichen Ort kam es am Freitagmorgen zum nächsten Rettungseinsatz.

Am Donnerstagnachmittag befanden sich zwei Personen um 14.20 Uhr auf dem Abstieg vom Grossen Mythen, wie es in einer Medienmitteilung der Kapo Schwyz heisst. Dabei stolperte ein 74-jähriger Mann, stürzte mehrere Meter in die Tiefe und blieb auf dem unteren Teil des Zickzack-Wegs liegen. 

Die aufgebotene Rega flog den Berggänger mit lebensbedrohlichen Verletzungen in ein ausserkantonales Spital. «Dort verstarb der Rentner im Verlauf des Abends», heisst es in der Polizeimitteilung.

Fast genau am gleichen Ort kam es am Freitagmorgen zum nächsten Rettungseinsatz aus der Luft. In einer der untersten Kehren des offiziellen Mythenwegs erlitt eine Person ein medizinisches Problem. Auch hier wurde zur Bergung nach 8 Uhr morgens der Rega-Helikopter der Basis Erstfeld alarmiert. Ein Patient wurde anschliessend in Spitalpflege überflogen.

Im Kanton Schwyz gibt es markante lokale Schwerpunkte, die in der nationalen Unfallforschung für Schlagzeilen sorgen. Der Grosse Mythen gilt als einer der bekanntesten Hotspots für Wanderunfälle in der gesamten Schweiz. Aufgrund der enormen Besucherfrequenzen – an Spitzentagen besteigen Tausende den steilen Mythenweg – und der Unterschätzung des Geländes beim Abstieg kommt es dort regelmässig zu folgenschweren Abstürzen. Seit dem Jahr 2012 verunglückten in der gesamten Mythenregion rund 20 Berggänger tödlich. Neben dem Mythenweg kommt es vereinzelt auch an Kletterwänden wie dem Schmalstöckli oder bei winterlichen Touren in den Schwyzer Voralpen zu tödlichen Ereignissen.

Die offizielle Bergnotfallstatistik des Schweizer Alpen-Clubs (SAC) erfasst systematisch alle tödlichen Unfälle beim klassischen Bergsport im engeren Sinne in den Schweizer Bergen (wie Wandern, Bergsteigen, Hochtouren, Klettern, Skitouren, Schneeschuhlaufen und Eisklettern, jedoch ohne Flugsport und Mountainbiken).

Die Zahlen der nationalen Bergnotfallstatistik des Schweizer Alpen-Clubs für die letzten fünf Jahre zeigen folgendes Bild bei den tödlichen Bergunfällen in der Schweiz. Im Jahr 2021 wurden 131 Todesopfer registriert, gefolgt von 109 im Jahr 2022. Im Jahr 2023 stieg die Zahl wieder leicht auf 114 an, während im Jahr 2024 insgesamt 111 tödliche Unfälle verzeichnet wurden. Das Jahr 2025 markiert schliesslich mit 98 Todesfällen den tiefsten Stand der letzten zehn Jahre.

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