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24 Lenkende auf Drogen: Polizei kontrolliert Verkehr nach der Street Parade

Die Kantonspolizei Schwyz war früh am vergangenen Sonntag, am Tag nach der Zürcher Street Parade, an einer kantonsübergreifenden Verkehrskontrolle auf der Autobahn A4 beteiligt. 
Einer der Kontrollpunkte.
Bild: zvg

Zwischen 4 und 10 Uhr überprüften am Sonntag die Schwyzer Einsatzkräfte gemeinsam mit den Korps aus Luzern, Obwalden, Nidwalden und Zug den Verkehr in Fahrtrichtung Luzern und Gotthard. 

Im Zentrum dieser Aktion stand die Fahrfähigkeit der Lenkerinnen und Lenker. Von den insgesamt 84 kontrollierten Fahrzeugen und 269 Personen waren etliche nicht in der Verfassung, ein Fahrzeug sicher zu lenken. Die offizielle Medienmitteilung hält dazu fest: «Bei 24 Personen fiel ein Drogenschnelltest positiv aus.» Für diese Personen ordnete die Polizei umgehend eine Blut- und Urinentnahme im Spital an.

Auch der Alkoholkonsum war ein präsentes Problem auf der Autobahnstrecke. Dazu das Zentralschweizer Polizeikorps: «Sieben weitere Fahrzeuglenkende waren unter Alkoholeinfluss unterwegs.» Neben der Überprüfung der Fahrfähigkeit stellten die Polizisten zudem diverse andere Delikte fest. Vier kontrollierte Personen müssen sich nun wegen abgefahrenen Reifen oder dem Fahren ohne gültigen Führerausweis verantworten. 

Ein Fahrzeug wurde aus dem Verkehr gezogen und sichergestellt, da es nicht mehr betriebssicher war. Abgerundet wird die Bilanz der sonntäglichen Aktion durch drei «Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz» sowie diverse Ordnungsbussen, welche die Einsatzkräfte vor Ort ausstellten.

Street Parade und Drogen: Wie gross ist das Problem?

Für die Street Parade in Zürich existieren verschiedene wissenschaftliche Schätzungen und Messungen zum Drogenkonsum, während die Zahl der berauschten Autofahrenden primär über die Kontrollstatistiken der Polizeikorps greifbar wird.

Beim Gesamtkonsum liefern regelmässige Abwassermessungen der Kläranlage Werdhölzli die verlässlichsten Anhaltspunkte. Studien und Hochrechnungen, unter anderem durch Forschungsinstitute wie die Eawag oder die Universität Bern, zeigten an vergangenen Parade-Wochenenden teils massive Ausschläge bei typischen Partysubstanzen. An einem einzigen Street-Parade-Wochenende wurden beispielsweise Mengen von 5 bis über 6 Kilogramm reinem Kokain im Abwasser nachgewiesen, was umgerechnet mehreren Zehntausend Einzeldosen entspricht. Auch der Konsum von MDMA beziehungsweise Ecstasy vervielfacht sich an diesem Wochenende im Vergleich zu normalen Tagen um ein Mehrfaches. Nach Alkohol bleibt Cannabis mengenmässig die am weitesten verbreitete Droge, gefolgt von MDMA, Kokain, Ketamin und Amphetaminen. Genaue Gesamtzahlen für alle Substanzen über die rund 800000 bis 1 Million Feiernden lassen sich jedoch nur als Näherungswerte angeben, da viele Substanzen unterschiedlich schnell abgebaut werden oder Mischkonsum vorliegt.

Wie viele Personen sich anschliessend berauscht ans Steuer setzen, lässt sich nicht als absolute Dunkelziffer beziffern, da die überwiegende Mehrheit mit dem öffentlichen Verkehr anreist. Ein klares Bild liefern jedoch die gross angelegten Schwerpunktkontrollen der Kantonspolizeien Zürich, Aargau und umliegender Kantone auf den Autobahnen und Ausfallachsen.

Bei diesen Kontrollen werden in der Nacht und am Folgetag regelmässig Dutzende Lenkende wegen Fahrunfähigkeit aus dem Verkehr gezogen. Bei stichprobenartigen Überprüfungen von einigen Hundert Fahrzeugen fallen erfahrungsgemäss rund 5 bis 10 Prozent der kontrollierten Fahrenden wegen Alkohol- oder Betäubungsmittelkonsums auf. gh

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