
Der langjährige republikanische Senator Lindsey Graham ist tot. Er sei am Samstagabend nach kurzer und schwerer Krankheit gestorben, war auf seinen Profilen auf X und Facebook in einer Mitteilung seines Büros zu lesen. Übereinstimmenden Medienberichten zufolge wurde er 71 Jahre alt.
Graham vertrat seit 2003 den US-Bundesstaat South Carolina. Er galt als erfahrener Aussenpolitiker und enger Vertrauter von US-Präsident Donald Trump. Zuletzt sprach er sich etwa für einen Machtwechsel im Iran aus.
Die Familie bitte um die Wahrung der Privatsphäre während dieser schwierigen Zeit, hiess es in der Mitteilung von Grahams Büro.
Graham war nach US-Medienberichten gerade von einer Reise aus der Ukraine zurückgekehrt. Der ukrainische Präsident Wolodimir Selenski hatte dem Republikaner am Freitag auf X für seinen zehnten Besuch in dem von Russland angegriffenen Land gedankt und Aufnahmen von dem Treffen verbreitet.
Heute war bei NBC News eigentlich ein Interview mit ihm geplant, wie der Sender berichtete.
Trump würdigt Graham
US-Präsident Donald Trump hat seinen überraschend verstorbenen Parteifreund Lindsey Graham gewürdigt und seine Trauer über die Todesnachricht zum Ausdruck gebracht. «Senator Lindsey Graham, einer der grossartigsten Menschen und Senatoren, die ich je gekannt habe, ist gestorben!», schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social, kurz nachdem sich die Nachricht in der US-Nacht verbreitet hatte.
«Er war immer am Arbeiten und war ein wahrer amerikanischer Patriot. Lindsey wird uns sehr fehlen!!!» Trump stellte weitere Details in Aussicht - möglicherweise mit Blick auf Trauerfeierlichkeiten. Er fügte hinzu: «So traurig!» Graham wollte mit Trumps Unterstützung bei den Zwischenwahlen im November das fünfte Mal für den Senat kandidieren. (dpa)
