15:11 Uhr
Sonntag, 18. Januar
WEF wird zum «World Trump Forum»
Donald Trump dominiert das WEF in Davos wie kein anderer Teilnehmer. Der US-Präsident nutzt die Bühne für direkte Machtpolitik: Im Zentrum steht ein angekündigter Mega-Deal mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodimir Selenski, der sicherheitspolitische Zusagen mit wirtschaftlichen Interessen der USA verknüpfen soll. Hinter den Kulissen laufen intensive Gespräche – Davos wird zum diplomatischen Marktplatz.
Gleichzeitig verschärft Trump den Ton gegenüber Gegnern und Verbündeten. Mit neuen Drohungen und klaren Ansagen macht er deutlich, dass die USA ihren Kurs notfalls unilateral durchsetzen wollen. Für viele Delegationen gilt: Wer in Davos etwas bewegen will, kommt an Trump nicht vorbei.
09:23 Uhr
Sonntag, 18. Januar
400 VIP und 5000 Soldaten: grösstes Sicherheitsdispositiv bisher
Am WEF in Davos muss die Schweiz dieses Jahr 400 Personen völkerrechtlich schützen, darunter 65 Staats- und Regierungschefs wie Emmanuel Macron, Friedrich Merz und US-Präsident Trump. Laut Einsatzleiter Walter Schlegel von der Kantonspolizei Graubünden ist das Sicherheitsdispositiv so gross wie noch nie – wegen der geopolitischen Spannungen, der Kriege in der Ukraine und Gaza sowie erhöhter Terrorgefahr. Polizei aus allen Kantonen, Armee, Luftwaffe und internationale Partner sind im Einsatz; der Luftraum über Davos wird teilweise gesperrt, die USA bringen eigenes Sicherheitspersonal mit.
Zusätzlich begleiten die Sicherheitskräfte Demonstrationen in Davos, Bern und Zürich. Das Kostendach für die Polizei liegt bei 9 Millionen Franken, finanziert von WEF, Bund, Kanton und Gemeinde. Der Armeeeinsatz kostet rund 32 Millionen Franken, abgerechnet über das reguläre Budget des Verteidigungsdepartements. Das Militär unterstützt die Polizei mit bis zu 5000 Angehörigen der Armee.
08:32 Uhr
Sonntag, 18. Januar
Willkommen in Davos
Das WEF startet heute mit einem Grossaufmarsch von Spitzenpolitikern. Im Fokus steht US-Präsident Donald Trump, der das Treffen prägt – angekündigt sind Gespräche mit Ukraine-Präsident Selenski. Parallel laufen hochrangige bilaterale Treffen hinter verschlossenen Türen. Die Schweiz wird mit vier Bundesräten vor Ort sein. Neben Bundespräsident Parmelin werden auch Bundesrätin Karin Keller-Sutter sowie die Bundesräte Ignazio Cassis und Martin Pfister erwartet.
In Davos selbst gilt während der ganzen Woche Ausnahmezustand: Strassensperren, Sicherheitskontrollen und ein massiv verstärktes Polizeiaufgebot prägen das Bild. Armee und Luftwaffe unterstützen die Einsatzkräfte, der Luftraum ist teilweise gesperrt – das Bündner Bergdorf wird für wenige Tage zum wohl am stärksten gesicherten Ort der Schweiz.




