Den Sicherheitsspezialisten der Suva werden vermehrt Spontanabbrüche von Ästen oder ganzen Baumkronen gemeldet – insbesondere aus Wäldern des Mittellands und des Jurabogens. Dies teilt die Unfallversicherung mit Sitz in Luzern in einem Communiqué mit. «Von Spontanabbrüchen betroffen sind vor allem Buchen und andere Laubbäume.»
Grund der Gefahr: Durch die lang anhaltende Trockenheit verlieren Äste und Kronenteile an Stabilität und können teilweise ohne äussere Einwirkung abbrechen. Besonders tückisch sei, dass viele der betroffenen Bäume gesund aussehen würden, weshalb die Gefahr nicht sichtbar sei. Für Waldbesucher, etwa Wanderer, Biker oder Spaziergängerinnen, gibt die Suva folgende Tipps:
Tipps für Waldbesuchende- Warnhinweise und Absperrungen beachten
- Sich nicht unnötig lange unter grossen oder geschädigt wirkenden Bäumen aufhalten
- Bei starkem Wind den Aufenthalt im Wald möglichst verschieben.
Besonders gefährdet seien auch Forstarbeitende, warnt die Suva weiter. «Die Trockenheit verändert das Risikoprofil im Wald wesentlich – auch für erfahrene Forstleute. Wer jetzt im Wald arbeitet, muss sich der aussergewöhnlichen Situation bewusst sein und die zusätzlichen Gefahren berücksichtigen», sagt Urs Limacher, Teamleiter Forst bei der Suva. Wo immer möglich, sollten deshalb hochmechanisierte Verfahren oder Methoden wie das «Fällen auf Distanz» eingesetzt werden. Für Forstbetriebe hat die Suva das Merkblatt «Sicherheit im Forst: Unfälle vermeiden bei Waldarbeiten» veröffentlicht und gibt folgende Tipps:
Tipps für Forstbetriebe- Die Gefahr durch Spontanabbrüche von Ästen und Kronenteilen bei der Planung und Ausführung von Waldarbeiten konsequent berücksichtigen
- Bei Fällarbeiten Baumkrone, Stammverlauf, Umgebung und Fällschneise besonders sorgfältig prüfen
- Wo immer möglich technische Verfahren einsetzen, die den Aufenthalt im Gefahrenbereich minimieren
- Während der aktuellen Trockenperiode empfiehlt die Suva Hobby- und semiprofessionellen Holzern, auf Holzerntearbeiten zu verzichten


