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Nahost-Konflikt

So lief der US-Einsatz im Iran ab

Am Samstag kommt es zur Eskalation zwischen den USA und dem Iran. Bislang war nur wenig bekannt. So stellt das Pentagon die Angriffe dar.
Ein Kampfjet auf dem Weg  zur Luftwaffenbasis auf Zypern.
Bild: Petros Karadjias/AP

Am Samstag haben die US-Streitkräfte gemeinsam mit Israel den Iran angegriffen. Auch Tage nach dem Beginn der Operation «Gewaltiger Zorn» hält sich das Militär mit Einzelheiten zurück. Nun hat das Pentagon erste Details öffentlich gemacht. Ein Überblick:

  • US-Generalstabschefs Dan Caine zufolge waren Tausende Einsatzkräfte aus allen Bereichen beteiligt, hunderte moderne Kampfflugzeuge, Dutzende Tankflugzeuge und zwei Flugzeugträger. Hinzu kam laut Caine ein Netzwerk für Kommando- und Kontrollinformationen, Überwachung und Aufklärung.
  • «Der Zustrom von Streitkräften hält bis heute an.» Tatsächlich werde Admiral Brad Cooper, der Chef des US-Regionalkommandos für den Nahen Osten (Centcom), zusätzliche Streitkräfte erhalten

Freitag, 27. Februar

  • Das Verteidigungsministerium erteilt um 15:38 Uhr (Ostküstenzeit) dem US-Regionalkommando für den Nahen Osten (Centcom) auf Anweisung von Präsident Donald Trump die endgültige Freigabe.
  • Der Präsident wird mit den Worten zitiert: «Operation «Gewaltiger Zorn» ist genehmigt. Keine Abbrüche. Viel Glück.»
  • Die Flugzeugbesatzungen beginnen mit dem Beladen ihrer Waffen, und zwei Flugzeugträgerkampfgruppen machen sich auf den Weg zu ihren Startpunkten rund um den Globus.
  • US-Kräfte stören Kommunikations- oder Radarsysteme des Iran, um seine Abwehrbereitschaft einzuschränken.
  • Im Fokus stand, das Überraschungsmoment zu nutzen und aufrechtzuerhalten.

Samstag, 28. Februar

  • Um 01.15 Uhr Ostküstenzeit (07.15 Uhr in Berlin, 09.45 Uhr in Teheran) beginnen die US-Streitkräfte ihre Offensive. Mit Anbruch der Morgendämmerung starten mehr als 100 Flugzeuge von Land aus. «Jagdflugzeuge, Tankmaschinen, luftgestützte Frühwarnsysteme, elektronische Kampfflugzeuge aus den USA sowie unbemannte Drohnen formierten sich zu einer einzigen, synchronisierten Welle.»
  • Auslöser war ein Angriff der israelischen Streitkräfte, ermöglicht durch US-Geheimdienste.
  • Als erste Attacke auf See feuerte die amerikanische Marine Marschflugkörper des Typs Tomahawk auf iranische Seestreitkräfte.
  • Die USA beginnen mit Luftangriffen entlang der südlichen Flanke im Iran.
  • In den ersten 24 Stunden wurden demnach mehr als 1000 Ziele angegriffen. Zu Beginn konzentrierte sich Centcom auf iranische Truppen, Führungs- und Kontrollstrukturen, Infrastruktur, Seestreitkräfte, Raketenstellungen und nachrichtendienstliche Infrastruktur. Ziel sei es gewesen, die Iraner «zu verwirren und zu desorientieren.» Zudem störten weitere Operationen unter anderem im Internet die Kommunikation.

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